eigene Ausstellung des Museums 5. Ein Teil davon ist seit 1974, demJahr der Eröffnung des im wesentlichen aus den Beständen des Öster-reichischen Museums für Volkskunde bestückten und nunmehr inengem Verband mit demselben arbeitenden Ethnographischen Museumim nordburgenländischen Schloß Kittsee, auch einer ständigen Besich-tigung zugänglich. Auch die anderen Vergleichssammlungen des Mu-seums, sowohl die alpenländischen wie die westeuropäischen, enthal-ten ebenso Volksmusikinstrumente, wenngleich in geringerer Anzahlund ohne systematische Sammlung, sondern nur in Proben 6.
Zur verhältnismäßig dichten Sammlung volkstümlicher Musik-instrumente durch das Österreichische Museum für Volkskunde imBereich des heutigen Österreich und seiner nächsten Nachbarschaft,ist immer noch mit Leopold Schmidt- festzuhalten, daß dafür unteranderem auch Anregungen aus der Volksliedforschung, vor allem voneinigen Persönlichkeiten des Deutschen Gesangvereins, von Nutzenwaren. Schon Joseph Pommer selbst schenkte dem Museum zweiposaunenförmige Wurzhörner aus dem Dachsteingebiet. Später hatsich besonders Karl M. Klier um die zusätzliche Sammlung vonQuerpfeifen und von Maultrommeln verdient gemacht 7. Auch die vonihm besonders gepflegte Bildquellenkunde hat auf seine Anregunghin zur Erwerbung mancher einschlägiger älterer Graphiken geführt,wie denn später der umfangreiche Nachlaß der von Karl M. Klier zu-sammengetragenen photographischen Aufnahmen von Bildbezeugun-gen vielfältiger Art in den Bestand der Photothek des Museums über-nommen werden konnte 8. Ebenso war Georg Kotek in früherenJahren die Zuwendung einer dem Bereich der Tiermusik zuzuweisendehölzerne Stierglocke und eines siebenbürgischen Vogelpfeiferls zudanken. Die jüngeren von Leopold Schmidt geprägten Sammelbestre-bungen waren indes neben der Erwerbung von Volksmusikdarstellun-gen in der Volkskunst vor allem durch die vermehrte Einbeziehungvon Werken der Persönlichkeitskunst gekennzeichnet. Also nicht nurden Bezeugungen von Instrumenten, Musikanten und musikalischen
5 Adolf Mais, Volksmusikinstrumente der Balkanländer. Katalog dergleichnamigen Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde.Wien 1969(= Sonderausstellungsreihe„ Aus der Volkskultur der Ost- undSüdostgebiete der ehemaligen Donaumonarchie", Nr. 1).
6 Klaus Beitl, Französische Volkskunst. Katalog der gleichnamigenSonderausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde im Schloß-museum Gobelsburg. Wien 1968.
7 Karl Magnus Klier, Neue Anleitung zum Schwegeln( Seitenpfeifen).Wien 1931.
8 Photothek des Österreichischen Museums für Volkskunde: Pos. Nr. 49.018bis 49.269.
⁹ Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde, Inv. Nr. 40.745und 43.466.
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