in die" Neue Hirschbacher Stube des Malers Franz von Zülow"tun, sondern man findet sowohl zum" Reiterkasten"( Abb. 1)wie zur Aufsatzkommode Gleichstücke aus dem Freistädter
Heimathaus abgebildet 18). Bei den Kommoden handelt es sich
um die Übernahme eines bürgerlichen Möbels, die auch imBauernhaus primär der Repräsentation dienten. Im Biedermeierwurde der bemalte Aufsatz vom" Gläserkastl" abgelöst.Bei seinen Besuchen im Mühlviertel konnte Ernst Huber auchimmer wieder Hinterglasbilder erwerben, wobei er manchmalsogar das Bauernhaus und das Jahr der Erwerbung auf derRückseite vermerkte. Unverkennbar dominieren unter der statt-lichen Anzahl von Hinterglasbildern, von denen nur ein ge-ringer Teil ausgestellt wird, die Sandlbilder, und hierwieder besonders jene aus der Werkstatt von Josef Thumayer,der, losgelöst von den traditionellen Rissen, bereits in den30er Jahren eigenständige Bilder hervorbrachte 9). Hierergibt sich die Brücke zu den Hinterglasbildern von ErnstHuber. Wie Stilvergleiche etwa mit Friedrich Knaipps Arbeitenzeigen, stammen andere Bilder aus Buchers, Außergefild in
Böhmen und aus Oberammergau 20). Die Liebe zum Mühlviertel
21)
und zu Böhmen erklärt sich aus seiner Herkunft. Väterlicher-seits stammten die Vorfahren nämlich aus Budweis, wo siedurch Generationen Handwerker waren. Die Böhmische Madonnavom Typus Przibram und die zahlreichen Krippenfiguren aus22)Grulich im Adlergebirge' sind hiefür ein weiteres Indiz.Bei den übrigen Gegenständen des religiösen Bereichs, wieauch bei den Krippenfiguren und beim Spielzeug wird eine Zu-ordnung schon wesentlich schwieriger. Die Erzeugnisse derbekannten Hausindustriegebiete von Gröden, Berchtesgaden undViechtau wurden nämlich gegenseitig nachgemacht, sodaß nuran Hand der Objekte kaum zu unterscheiden ist, ob das" Pfei-
31