ERNST HUBERS VOLKSKUNSTSAMMLUNG
Befund und Wertung
Vergangenes Jahr erhielt das Österreichische Museum für Volks-kunde aus dem Nachlaß des Malers Ernst Huber eine beachtlicheAnzahl von bemalten Möbeln, Devotionalien, Hinterglasbildern,Spanschachteln, Krösenbüchsen, Docken, Spielzeug, Krippen-figuren, Schüsseln und Vasen.
Insgesamt 492 Objekte, die man unter dem Begriff" Volkskunst"zusammenfassen kann. Dieses Legat stellt für das Österreichi-sche Museum für Volkskunde eine wichtige Bereicherung dar.Es werden dadurch die Sammlungsbestände nämlich nicht nurergänzt, sondern auch bisher bestehende Lücken geschlossen.Bei der Auswahl der Objekte bewies der Künstler jedenfallseine gute, ja man kann sagen, eine fachkundige Hand. Für dieAusstellung wurde daher der Titel" Ernst Hubers Volkskunst-sammlung" gewählt, obwohl man annehmen muß, daß der Künstlerein solches Ziel wohl kaum je ernsthaft anstrebte. Bei derErwerbung der einzelnen Objekte standen sicher keine volks-kundlichen Ambitionen im Vordergrund. Die Möbel, Bilderund Figuren bildeten einen integrierenden Bestandteil desLebens und der Umwelt von Ernst Huber.
Diese Ausstellung gilt daher auch nicht dem Maler undGraphiker Ernst Huber, sondern sie möchte mit dem Hinweisauf den Sammler einen Beitrag zum Verständnis der Gesamtper-sönlichkeit des Künstlers und zur Rolle der Volkskunst immodernen Kunstschaffen liefern.
Bei der Übernahme der Gegenstände bot sich noch eine letzteGelegenheit, einen Blick in die zum Teil schon ausgeräumteWohnung hoch über dem Wiener Donaukanal zu werfen, in der
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