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Ernst Hubers Volkskunstsammlung : Katalog ; Sonderausstellung
Entstehung
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Mittelalters zu und strebte eine Wiederbelebung der altenHandwerkskunst an. Man wollte der billigen Fabriksware gute,gediegene Handarbeit entgegensetzen.

Erste Anregungen gingen dazu von den Weltausstellungen inParis 1867 und insbesondere von der 1873 in Wien aus. DieGründung des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie durch Rudolf von Eitelberger und der Kunstgewerbeschulebrachten zweifelsohne eine Stärkung der handwerklichen Be-

strebungen 3). Diese gingen aber zunächst mit den Strömungen

des Historismus und des Altdeutschen Stils konform. Ihrbeachtliches Niveau konnte den Mangel eines zeitgerechtenStils jedoch nicht wettmachen.

In Österreich war es dann Otto Wagner, der mit aller Energiedie Forderung nach einem eigenen, aus dem Geist des Jahrhun-derts geborenen Stil erhob. Am nachdrücklichsten wurde dieserGedanke von den Sezessionisten verwirklicht. Unter Felizianvon Myrbach erfuhr auch die Kunstgewerbeschule eine Reorgani-sation und in Josef Hoffmann erhielt sie eine leuchtendeFührerpersönlichkeit. Angeregt durch das Beispiel der seiner-zeit von William Morris auf englischem Boden ins Leben gerufe-nen Genossenschaft von Kunsthandwerkern gründete Josef Hoff-mann anfangs 1903 mit einigen Gleichgesinnten die" WienerWerkstätte". Außerhalb der" Wiener Werkstätte", jedoch inengem Anschluß an ihren Stil, nahm noch im ersten Dezenniumdes neuen Jahrhunderts auch die Keramik in Österreich einenerheblichen Aufschwung. 1906 gründete der Bildhauer MichaelPowolny und der Maler Berthold Löffler unter dem Titel" Wie-ner Keramik" eine Werkstätte. Auch ihre Nachfolgerin, dievon Karl Schleiß geleitete" Gmundner Keramik", wurde davon

auf das nachhaltigste beeinflußt 4).

Daß die Volkskunst auf das Kunstgewerbe einen unmittelbaren

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