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Ernst Hubers Volkskunstsammlung : Katalog ; Sonderausstellung
Entstehung
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Gerade diese Gruppe der Spielsachen macht deutlich, daß fürdie Erwerbung der Röẞl- und Pfeifvögel und all der anderenGegenstände noch ein weiteres Kriterium in Betracht zu ziehenist. Die einfachen, klaren, vom Material bestimmten unddurch ihre Buntheit hervorstechenden Objekte erregten natür-lich auch das künstlerische Interesse von Ernst Huber. Fürihn hatten die von Laienkünstlern oder die im arbeitsteiligenVerfahren der Hausindustrie hergestellten Gegenstände einengroßen ästhetischen Wert. Das zeigt sich darin,daß Ernst Huber einzelne Gegenstände als Sujet für seine Stil-leben benützte. So begegnet uns die Devotionalkopie derMariazeller Muttergottes( Abb. 4, Kat.Nr. 10) in einem seinerÖlgemälde. Auch die darauf dargestellte kleinere Marienfigurmit dem ausgestreckten Arm( Kat.Nr. 92) befindet sich unterden Kleinplastiken der Krippenfiguren, desgleichen die abge-bildeten Krippenhäuschen. Aus den zahlreichen Ölgemälden derÖsterreichischen Galerie wurde noch ein Stilleben mit einerSteinzeugkanne ausgewählt, die sich nun ebenfalls im Öster-reichischen Museum für Volkskunde befindet( Kat.Nr. 169).Ernst Huber bildete die Gegenstände aber nicht nur ab, son-dern er ließ sich von der traditionellen Volkskunst auch zueigenen Kreationen inspirieren. Er übernahm die Anwendungs-bereiche und Formgestaltungen der Volkskunst und entwickeltesie mit seinen Ausdrucksmöglichkeiten weiter. Ganz besonderswird das bei seinen eigenen Betten deutlich, die durchausin der Tradition der ländlichen Möbelmalerei stehen, von ihmaber in sehr persönlicher, folkloristisch- naiver Weise ge-staltet wurden( Abb. 2). Es handelt sich dabei um eine unver-kennbare Variation seiner bevorzugten Motive, die die dörf-liche Welt und die Winterlandschaft zum Inhalt haben. DieWinterlandschaft kehrt auch auf einer hölzernen Schatulle

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