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Ernst Hubers Volkskunstsammlung : Katalog ; Sonderausstellung
Entstehung
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bezeichneten ihn seine Freunde als" Maler des Dorfes".Diese seine tiefe Verbundenheit mit dem heimatlichen Landhatte er, der von seinem Atelier in der Wiener Vorgartenstraßeauf Hausnummer 140/142 weit über die Donau sehen konnte, ausseiner Jugendzeit: Er verbrachte durch ein Jahrzehnt seineLandaufenthalte im oberösterreichischen Mühlviertel- danacham Semmering, in Litschau und in Wagrain- und hatte dortdie kleinen Dörfer, die einsamen Gehöfte und in ihnen diestark bunten Einrichtungsgegenstände gesehen und bewunderngelernt. Er suchte so manches Hinterglasbild, so manches Mö-belstück und so manches volkskünstlerische Objekt zu erwer-ben, und schmückte damit seinen Umraum. Dadurch angeregt be-

gann er wie sein Freund Franz von Zülow 11) allerlei Möbel,

Betten und Schränke ebenso wie Wand- und Türeinbauten mitfestlichen Szenen und dekorativen Ornamenten in herkömmlichüberlieferter Art zu bemalen. Dazu bildete ein kunstvollselbst gefertigter Kachelofen in seiner Wohnung einen markan-ten Schwerpunkt." Für ihn gibt es doch dann und wann eineSchützenscheibe auszumalen oder ein Grabkreuz", weiß Wagger]zu erzählen.

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Seine umfangreiche Kenntnis von volkskulturellen Erscheinungenkonnte nicht ohne Auswirkung auf sein eigenes künstlerischesSchaffen bleiben, was aber nicht nur bewußte Einfachheit derForm und klare Farbgebung betrifft. Denn zahlreiche dieserihn umgebenden Gegenstände fanden auch den Weg in seineMalerei, besonders den Stilleben, was Reflexionen anzustellenermöglichen würde über die Beziehung und gegenseitige Beein-flussung von Volkskultur und Hochkunst. Hatte die herrschendeTendenz einer Pseudorückwendung von der überartifiziellenWelt des Modern Styl, des Art Nouveau zur künstlichen Einfach-heit auch Ernst Huber ergriffen und sein Interesse am länd-

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