er sich autodidaktisch zum Maler aus, jede Minute seiner freienZeit diesem Lebensziel opfernd.
Die Eltern Ernst Hubers- der Vater Josef( 1838-1913) 6),
8)
selbst Buchdrucker, stammte aus Budweis, die schriftstel-lerisch tätige Mutter Ernestine, geb. Ziglarsch( 1855-) 7)aus Hermannstadt in Siebenbürgen- standen den künstlerischenBestrebungen ihres einzigen Sohnes durchaus aufgeschlossengegenüber, und so wagte sich Ernst Huber bereits im Herbst1919 mit drei Gemälden an die Öffentlichkeit, die er als Mit-glied der" Kunstgemeinschaft Wien" im Rahmen einer Gruppen-ausstellung im Palmenhaus des Burggartens präsentierte.*Diese Bilder erregten ungewöhnliches Aufsehen und gefielenvor allem Josef Hoffmann so sehr, daß er Ernst Huber in dendamals führenden" Sonderbund" aufnahm, dem er selbst ange-hörte, und ihn zur Beteiligung an der" Kunstschau" bewog,die so bedeutende Maler wie Robin C. Andersen, Herbert Boeckl,Anton Faistauer, Oskar Kokoschka, Franz Wiegele und AntonKolig das Profil verliehen hatte. An der Kunstschau 1920 imÖsterreichischen Museum für Kunst und Industrie beteiligtesich Huber bereits mit fünf Gemälden, gleichfalls an der desfolgenden Jahres, darunter Titel wie" Klausmühle"," Idylle"," Rastende Schnitter"," Jagdgesellschaft"," Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner vor demDorf" und" Erntezeit".
Diese Themenkreise und auch die Gestaltungsform, die Huberin seinen frühen Bildern aufgegriffen hat, sollten ihn imwesentlichen sein ganzes Leben lang beschäftigen. Es handeltsich immer wieder um die von Menschen bevölkerte und gestal-tete Landschaft, liebevoll bis in kleinste Details geschildertund voll blühender Phantasie erzählend erfaßt, mit einer tie-fen Zuneigung zur Kreatur erfüllt und Achtung und Bewunderungvor der Natur in jedem Pinselstrich widerspiegelnd.
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