VIII. 1 HÄNGER MIT HAUSSEGEN
69. Gemalter und geschriebener Haussegen. Wasserfarben aufPapier. Bunt gehalten: Blumenranke aus Rosen, Kirschen usw.,dabei 5 Paar Vögel verschiedener Art und ein Paar Füchse, aufden Hinterbeinen stehend und nach dem untersten Vogelpaarschnappend. In der Mitte oben Gottvater mit ausgebreitetenArmen, dessen roter Umhang sich über ihn wölbt. In der Mitteunten in hohem Halbkreis auf einem Hügel die Arche Noahs,darüber Taube mit Zweig im Schnabel. Das ganze als Umrah-mung für den Spruch:
,, Der Herr ergrimmte über das Volkund ließ regnen!"
Darunter die Schilderung:„ Die erste Welt ließ Gott durch WasserWasser untergehn/ und Noah gienge selbst nebst lieben in dieArche ein usw." Prophezeiung des künftigen Weltuntergangesdurch Feuer.
Als Evangelischer Haussegen im Heanzengebiet verwendet, wohlerste Hälfte 19. Jahrhundert.
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40,5, h 51,5 cm.
Burgenland.
Inv. Nr. 25.826
Lit.: Leopold Schmidt, Volkskunst in Österreich. Wien 1966. Abb. 116.
70. Gemalter und geschriebener Haussegen. Wasserfarben aufPapier. Betitelt„ Christlicher Haus- und Ehe- Segen." Der Segens-spruch:„ In Namen Gottes geh ich aus" zwischen zwei Baum-gruppen, bei denen rechts Jesus als Kinderfreund sitzt, linksChristus am Kreuz hängt, von einem Knieenden verehrt. In den4 Ecken der Rankenrahmung die Jahreszahl 1773.
b== 30, h= 25 cm.
Wandorf bei Ödenburg.
Inv. Nr. 19.330
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