wurden umgebaut sowie ältere Wandgemälde wurden oft mitKalkmilch übertüncht. An ihre Stelle wurden zu jener Zeit in zahl-reichen Fällen holzgeschnitzte Renaissance- Altäre gesetzt, diewegen ihrer Vergoldung die volkstümliche Bezeichnung ,, Gold-altäre" erhielten. Für einen beträchtlichen Teil der Goldaltäreist es bezeichnend, daß ihre kleinen Verzierungen mit reicherBildwirkung gearbeitet sind, während die plastischen Figuren inihrer Qualität öfters zurückbleiben und nur das Niveau dekorati-ver Schnitzereien erreichen. Jene ganze Zeit hindurch und nochim 18. und 19. Jahrhundert stand an der Spitze der kirchlichenKunst jene der Stadt-, Pfarr- und Wallfahrtskirchen. Die Zahl derneuen ländlichen Filialkirchen war verhältnismäßig gering; im18. und 19. Jahrhundert wurden sie meistens bloß modernisiertund mit schlichten Barock- oder historisierenden Altären ausge-stattet. Immerhin wurde damals die kleine Innenausstattungund Einrichtung der ländlichen Filialkirchen reicher; sie war dasWerk von Dorftischlern, Stickerinnen und anderen Handwer-kern, die dazumal vorwiegend für den Bedarf der Bauernhöfe ar-beiteten. Die ältesten erhaltenen Denkmäler gestaltender Bau-ernkunst stammen aus dem 16. Jahrhundert. Auf wohlhabendenAnwesen gab es damals schon Getreidespeicher und Wohnhäu-ser mit gotisch geformten Portalen, Fensterrahmen und profi-lierten Holzdecken. Solche Formen waren noch in der erstenHälfte des 17. Jahrhunderts üblich. Mindestens noch im 16.Jahrhundert bestand ein Typ des Bauernhauses aus Rauch-küche und einem heizbaren Aufenthaltsraum, dessen Ofen vonder Küche her geheizt wurde. Aufgrund dieser Anordnung ent-standen und entwickelten sich mehrere Abarten von Bauernhäu-sern bis zum 20. Jahrhundert; damals kam der Sparherd auf undmit ihm ein moderner Küchentyp. Die Abarten der Häuser beru-hen auf ihrer Entwicklung, auf den örtlichen und Vermögensver-schiedenheiten. Schon im 17. Jahrhundert bildete sich in denbesser entwickelten Gegenden von Oberkrain- im Oberen Sa-vetal der Grundriß des wohlhabenden Bauernhauses heraus,der bis zur neuesten Zeit unverändert geblieben ist; teilweisehat sich durch die Einführung ,, weißer Küchen" mit Herd bloẞdie Funktion der Räume geändert. Dieser Grundriß mit durch-gängigem oder undurchgängigem Hausflur, der auf der einenSeite Zutritt zur Küche gewährt, zur„ ,, hiša"( dem Hauptwohn-raum) und von dort aus in die ,, kamra"( Hauskammer), auf der
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