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Sonderausstellung Volkstümliche Stickereien aus Südosteuropa : Katalog
Entstehung
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WAS IST STICKEN?

Unter Sticken versteht man das" Verzieren von Geweben undLeder mit Nadel und Faden"( WB der dt. Volkskunde).

Buntstickerei,

im Orient Glossar ::: zum Glossareintrag  Orient und im klass. Altertum, auch in mittel- und südame-rikanischen Kulturen bekannt, ist im deutschen Mittelalterverbreitet als Handwerks- und Klosterarbeit. Die Volkskundewendet den Begriff Buntstickerei für Haus- und Tischwäsche,vor allem aber für die sichtbaren, an Festtagen gezeigtenTeile der Tracht an. Landschaftliche und nationale Unter-schiede zeigen sich in Werkstoff, Farbstellung und Muster.Sache berufsmäßiger" Trachtennäherinnen" war und ist gebiets-weise noch die Buntstickerei mit silbernen und goldenen oderbesonders gedrehten Fäden.

Zur schmückenden Einfassung von Gewebekanten kamen Zopf-und Bäumchen- oder Ketten- und Hexenstich zur Anwendung,denen man Zauberabwehrkraft zuschrieb.

( nach dem WB der dt. Volkskunde)

Stickerei

in der Geschichte

Es ist bekannt, daß schon im alten Orient Glossar ::: zum Glossareintrag  Orient und im klassischenAltertum gestickt wurde.

Größere Bedeutung errang diese Möglichkeit textiler Gestal-tung im Mittelalter, wo Berufsstickerinnen Prunkgewänderfür die Herrscherhäuser verfertigten und in den Klösternkostbare Ornate, Paramente, Altartücher usw. hergestellt

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