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Ausstellung Volksschauspiel im Burgenland : Katalog
Entstehung
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HOCHZEITSZEREMONIE BEIM BLOCHZIEHEN IN UNTERRABNITZ, 1982

1. Kränzlerin: Nun, mein lieber Bräutigam, hier hast du deine

Braut.

2. Kränzlerin: Nimm sie doch mit Freuden an und mach sie dirvertraut!

Hausvater:

Lieber Bräutigam!

Als Hausvater wünsche ich dir zu deinem heuti-gen Ehrentag

mit deiner Braut soviel Glück, als sie nur er-tragen mag.

Es ist aber eine böse Geschicht,

weil alle, genau wie du, sind faule Wicht.Blochziehen wird es allgemein genanntund ist in dieser Gegend wohl bekannt.

Eine Braut aus dem Dorf war nicht aufzutrei-ben die Schuld ist nur den Burschen zuzu-schreiben.

So manche Schöne hätt nicht Nein gesagt,hätte sich ein Bursche herangewagt.

1. Kränzlerin: Aber sie sind zu feige,

Hausvater:

und der Fasching geht zur Neige.

Diese Braut aus dem Walde ist nun Ersatz-zum Lieben taugt sie wohl nicht in dieser Brau-tenacht.

2. Kränzlerin: Es müsste wohl etwas weiches seinund nicht so hart- das wäre fein.

1. Kränzlerin: Aber den Burschen geschieht ganz recht,jetzt solln's halt schlafen alleine im Bett-die Kerle haben es so verdient.

Hausvater:

Mein Rat ist der:" Greift zur Ehe geschwinddie Zeit zum nächsten Fasching nützt aus,sonst müsst ihr wieder Blochziehen- es zahltsich nicht aus".

Zu deinem Trost will ich dir jetzt noch sagen,dass du diese Braut nicht lange musst haben.Sei daher voll mit frohem Sinn,

denn du fährst ja mit ihr nur kurze Zeit dahin.

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