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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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WIRKUNGEN UND NACHKLÄNGE.

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unter denen besonders eins aus dem Jahre 1609 eine Rollespielt 1), das der Markgraf von Brandenburg erlassen hatte.Neben diesen Bearbeitungen schrieb Hartmann nachaltem Muster zahlreiche andere selbständigere Bücher, indenen er seinen Zorn über die schlechte Zeit unter der altenbeliebten Teufelsmaske in die Welt schickte. So entstandein ,, Staats- Teufel oder Anatomie der verkehrtenStaats- Raison", ein ,, Privat- Interesse- Teufel"ein ,, Schmiralien- Teufel" und der Entwurf zu einem,, Präcedentz- Teufel", 2) den er am Schluss des Tanz-teufels abdrucken liess.

Um die Wende des 17. Jahrhunderts verschwinden dieTeufelbücher vom deutschen Büchermarkt. Der lutherischenOrthodoxie, aus deren Reihen ihre Verfasser samt und son-ders stammten, war schon lange der Pietismus wirksam ent-gegen getreten; das grobe Geschütz der Polemik Luthers undder Seinen, die Waffen der ,, aristophanischen" Jahrhundertewaren im Verlauf der Zeit so völlig abgenutzt, dass sie nichtmehr zu brauchen waren, und der trotz aller Macht dochschon sinkende Teufelsglaube der Zeit bot nicht mehr rechtdie Grundlage für eine Litteratur, die doch aus ihm entstandenwar und immer mit ihm Fühlung behalten hatte, wenn sieauch immer mehr und mehr von eigentlicher Dämonologiesich entfernte und nur ihre Büchertitel von dieser borgte.Das Befremdliche, das schon um 1700 bei der Lektüre jeder-mann empfand, zeigt am besten Zeidler, der Übersetzerder ,, Epistola", gewiss ein unverdächtiger Zeuge, wenn er inder Vorrede schreibt: ,, Man muss sich an die Redensartennicht kehren, dass die lieben Alten so einfältig gewesen undalles, wie es ihnen ins Maul kommen, Teuffel geheissen, nachdem Sprüchwort: homo homini diabolus. Was mich anlanget,fürchte ich mich weder vorm Teuffel, noch vorm grossenMogul." Die homiletische Bedeutung der Teufelbücher aber1) S. 153 ff.

2) Jöcher führt noch einige Teufelschriften des RotenburgerSuperintendenten an.

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