WIRKUNGEN UND NACHKLÄNGE.
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Zustände. Der Verfasser gerät in eine umherziehende Soldaten-bande, und nun wird mit kräftigen Strichen das wilde Lebender Krieger gezeichnet, das fürchterliche Unglück, das überDeutschland gekommen, und die entsetzlichen Grausamkeiten,welche die zuchtlosen Gesellen verüben. Alles wird, ganzanders wie bei Pape oder bei Mengering, mit einer Lebendigkeitund Anschaulichkeit geschildert, die stellenweise an den Sim-plicissimus mahnt, und aus tiefstem Herzen kommt es, wennder Verfasser bei den Gräueln und Zerstörungen, die er mitansehen muss, schmerzlich ausruft: Wer hier hätte einsteinern Hertz gehabt, hätte doch weinen müssen."( S. 103).Curandor- Kindermann fand nicht durch MoscheroschsVermittelung allein Anschluss an die Teufellitteratur, sonderngesellte sich zu ihren unmittelbaren Fortsetzern durch seinBüchlein„ Die bösen Sieben, von welcher heut zuTage die unglücklichen Männer grausamlich geplagtwerden."( 1661) ¹), indem er hier vieles aus Musculus' Ehe-teufel benutzte 2) und die alte Einteilung der Epistola demiseria Plebanorum übernahm, die auch noch J. G. Zeidler,der spätere Übersetzer der Epistola seiner( anonym erschienenen)Schrift ,, Sieben böse Geister, welche heutiges Tages gutenTeils die Küster regieren" zu Grunde legte ³).
Der eifrigste unter den Nachahmern der alten Teufel-bücher möge den Schluss bilden. Es ist Johann LudwigHartmann, lange Jahre Superintendent in Rotenburg ander Tauber, wo er auch 1640 geboren wurde und 1684 starb.Er beschäftigte sich viel mit Teufel- und Hexenwesen. 1678 gaber eine Sammlung„ Neue Teuffel- Stücklein" 4) heraus und schonvorher hatte er begonnen, die Teufelbücher des TheatrumDiabolorum teils zu bearbeiten, teils zu eigenen neuen Trak-
1) cf. Muncker ADB 15, 734 ff. Goedecke erwähnt die Schrift nicht.2) cf. Kawerau, Lob und Schimpf des Ehestandes in der Litteraturdes 16. Jh. Preussische Jahrbücher 69.
3) Halle o. J. 8°.
4) Frankf.4°. 6 Bogen. Angezeigt in den ,, UnschuldigenNachrichten" von 1715 S. 969.
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