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OSBORN
einige aus dem lutherischen Süden anschlossen. Der Inns-brucker Druck des Saufteufels ¹) steht ganz allein. Er zeigtfreilich, dass für diese Litteratur trotz ihrem antikatholischenCharakter auch in den päpstlich gesinnten deutschen LändernInteresse vorhanden war; aber dies Interesse wurde gewaltsamunterdrückt. So werden in dem 1566 erschienenen„ Catalogusder Bücher vnnd Schriften, vnser heilige Religion vnnd Geist-liche sachen belangendt, welche im Landt zu Bayern offentlichfayl zu haben und zuuerkauffen erlaubt seindt. Gedruckht zuMünchen bey Adam Berg") unter den verbotenen Büchernaufgezählt 3):" Jtem alle die newen tractätl, die inn teuffelsnamen intituliert seindt, als Hosenteufel, Spilteufel etc. dannob wol alle die das ansehen haben, als ob sie allerdingpolitisch und allain gueter zucht halben geschrieben seyen, soseindt sie doch der ergerlichen exempel und anzughalben nit zeleiden und fast also geschaffen, das sie deme,dessen titl sie tragen, zu seinem reich am maistendienen, und ist nit noth, das christlich völcklin durchteuffels büechlin von lastern abzetreiben, weil sonstender heilsamen guten schrifften bey der catholischen christlichenkirchen eben genueg darzu vorhanden." Schon vorher warenauf der Kölnischen Provinzialsynode 1549 neben Luther undCalvin unter ihren Anhängern auch Musculus, Sarcerius,Spangenberg, Hermannus Bonnus- der Lehrer Jost Hockers-sowie Sebastian Franck und sein Chronicon in dem indexlibrorum prohibitorum genannt worden 4). Und der streitbareVorkämpfer der katholischen Kirche, der Feind Fischarts,Johannes Nas, der schon 1570 seine antilutherische" Quinta Centuria"„ dem M. Cyriak Spangenberg nachgefolgtvnd zugeschriben" sein liess, wetterte wiederholt gegen dieprotestantischen Teufelbücher; er rief:„ Diese jetzige Welt
1) siehe Anmerkg. zu S. 75.
2) F. H. Reusch, Die Indices librorum prohibitorum des 16. Jh.1886( Publikation des Stuttgarter L.-V. N. 176) S. 324 ff.
3) ibid. S. 328.
4) ibid. S. 78 nach Hartzheim, Concilia Germaniae VI, 537.