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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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DÄMONOLOGISCHES.

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sachlichen Erörterung ist wenig Abwechslung gebracht. Hinzukommt eine wunderliche Mischung von krassem Aberglaubenund ernstem Streben, der natürlichen Deutung zum Rechtezu verhelfen. Durch die Anhäufung gelehrten Ballastes unddie Einfügung langer lateinischer Citate wird sich die Schriftschwerlich Popularität erworben haben, aber bei aller Dis-positionslosigkeit und Weitläufigkeit bietet sie doch eine Zu-sammenfassung dessen, worauf der Teufelsglaube der Nach-folger Luthers beruhte, und aus diesem Grunde ist sie auchhier ausführlicher behandelt worden ¹).

Wenn Hamelmann Op. geneal. hist. p. 220 von seinemFreunde Hocker schrieb: ,, aliquando promisit de rebus vene-ficiis vom Zauberteuffel libellum", so meinte er damit jeden-falls die Vorbereitungen zu dem ,, Teufel selbs". Mit demursprünglich gewählten Titel kam ihm inzwischen ein andererzuvor: 1563 erschien zu Frankfurt( Feyerabend und Hüter),Herrn Wolffgang, der Römischen Keyserin Cantzlern" ge-widmet ,,, Der Zauber Teuffel: das ist von Zäuberey,warsagung, Beschwehren... durch Ludouicum Milichium").Der Verfasser dieses Buches war nach Beendigung seinerStudien, die ihm die Unterstützung seines Gönners, des GrafenVolrad von Waldeck, ermöglichten, zuerst praeceptor classisin Marburg; von dort kam er nach dem kleinen hessischenStädtchen Homburg an der Ohm, wo er als Nachfolgerdes Georg Nigrinus bis zu seinem Tode 1575 Pfarrer

1) Eine strenger an die konfuse Anordnung des Buches sich haltendeAnalyse der einzelnen Kapitel liefert ausführlich Rosskoff( II, 379-393),der dem Werke auch seine uns hier weniger interessierende Stellung inder Dämonologie anweist.

2)... Sagen, Aberglauben, Hexerey vnd mancherley Werckendes Teuffels, wolgegründter vnd so vil einem gläubigen davon zuwissen dienstlich, gnugsamer Bericht, nicht allein dem GemeinenMann, sonder auch den Weltlichen Regenten vnd einfeltigen Predigernnützlich vnd kurtzweilig zu lesen. Auss heiliger Schrift vnd bewertenScribenten mit fleiss zusammen getragen..." siehe Goedecke 2 II,S. 481. No. 9, 1. In Th. D. als No. 5: A, 207-243; B, 175-206;CI 142-1682.

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