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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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OSBORN

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zu Allendorf in Hessen, dessen 1544 vollendetes Schauspiel,, Hoffteuffel, das sechste Kapitel Danielis...im Jahre darauf in der Lutherstadt bei Veit Creutzer zuersterschien. Er ist in gerader Linie von Luther abhängig.Denn er ist ein Schüler Paul Rebhuns, von dem er, wiesich noch zeigen wird, manches gelernt hat, und der ihnsicherlich durch den in seine Hochzeit zu Cana"( 1538)eingefügten Eheteufel zu der dramatischen Satansfigur an-geregt hat. Rebhun selbst aber hatte seine Jugend im Hausedes grossen Reformators zu Wittenberg verbracht ¹).

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Das Stück hatte grossen Erfolg und errang eine solcheBeliebtheit, dass es noch im Jahre 1623 aufgeführt wurde 2);indessen die Einführung eines Spezialteufels und der originelleGedanke, seinen Namen zum Titel eines Buches zu machen,fand vorerst keine Nachahmer. Als Dramatiker blieb Chryseusin der ganzen Teufellitteratur auf lange Zeit hinaus der einzige.Aber gerades Weges von Luther aus hatte der Teufel schonin die Köpfe der anderen protestantischen Pfarrer seinenEinzug gehalten. So eiferte im Jahre 1551 in der Thomas-kirche zu Leipzig Erasmus Sarcerius 3), der eifrigeKämpe für die Sache Luthers, der auf seinen Irrfahrten vorkurzem dorthin gekommen war, ,, wider das Teuflische vn-ordentliche vnd viehische Leben, so man die Fastnachtszeit

1) Palm, Rebhuns Dramen( L. V. 49) Stuttg. 1859. Nachwort.2) Bolte, Märkische Forschungen 18, 204.

3) Sarcerius ward 1501 in Annaberg in Sachsen geboren; nachdem Schulbesuch in seiner Vaterstadt und in Freiberg studierte er inLeipzig und Wittenberg, wo er Luther kennen lernte. Dann wurde erKonrektor in Rostock und Lübeck, wo er sich an Hermannus Bonnusanschloss. Darauf wurde er Schulrektor zu Wien und Graz. Streitig-keiten trieben ihn wieder nach dem Norden; in Lübeck finden wir ihnwieder, 1536 taucht er in Siegen im Nassauischen auf, 1549 kam er alsPastor nach Leipzig, aber 1553 ist er schon wieder als Superintendentin Eisleben und 1559 schliesslich Prediger an der Johanniskirche zuMagdeburg, wo er noch in demselben Jahre starb. Sein Nachfolger warTilemann Hesshusius. Siehe Moller, Cimbria litterata II, 759 ff.,1133 ff. Hamelmann, Op. Gen.- hist. S. 333, 977, 826, 877.

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