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Die Teufellitteratur des XVI. Jahrhunderts
Entstehung
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ENTSTEHUNG.

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dass der letztere vorzuziehen sei, weil er doch wenigstens vonden ,, Poltergeistern vnd Walfartsteufel" frei sei( 65, 203 f.).Die Vielweiberei Glossar ::: zum Glossareintrag  Vielweiberei der christlichen Wiedertäufer aber führt erentweder auf das Wirken eines ,, A- B- C Teuffel oder SchuelTeuffelin", eines ,, Grammatischen Teuffelins oderauf die ,, Praktiken" des ,, Gelerten, juristischen, theo-logischen Teuffels" zurück ¹). Luther kennt Hof- undFürstenteufel 2), ja er stellte sogar Nationaldämonen aufund erklärte: ,, Es muss aber ein jeglich Land seinen eignenTeufel haben, Welschland seinen, Frankreich seinen. Vnserdeudscher Teufel wird ein guter Weinschlauch sein vnd musSauff heissen"( 39, 353). Die ,, Epistola de miseria Cura-torum seu plebanorum" interessierte ihn, und hocherfreut überihre reformatorische Tendenz, ganz besonders aber darüber,,, fuisse ausum aliquem eo tempore tantam audaciam, ut Epi-scopos palam appellaret Diabolos et Tyrannos Pastorum", holteer sie aus halber Vergessenheit wieder hervor und gab sie,mit einer lateinischen Vorrede ausgestattet 3), 1540 zu Witten-berg bei Nicolaus Schirlentz aufs neue in Druck.

Er gab die Parole: ,, Satan ist ein Geist, er hat wederFleisch noch Bein, darumb wird man jhm nichts mit Eyse,oder mit der Faust thun. Wir müssen ihm die Hertzen zu-uor abreissen, durchs Wort der Wahrheit, das ist vnser Schwertvnd Faust, der niemand widerstehen kann" 4). So sprach derMeister, und die Jünger folgten; und von der Mitte desJahrhunderts an nahmen nun die schreiblustigen protestantischenPfarrer in Nord- und Mitteldeutschland einen kühnen Feder-krieg wider die Scharen der Lasterteufel auf.

An der Spitze 5) steht Johann Chryseus, Pfarrer

1) E. A. 63, 338.

2) 60, 42; 17, 210.

3) Opera latina( her. v. Heinr. Schmidt) Frkf. a. M. 1873. 7, 554.Deutsch bei Walch 14, 372.

4) Jen. Tom. II fol. 118.

5) Eine ältere, wie es scheint nicht zum Druck gelangte Schrift,, der mittertägliche Teufel"( Manuscript im Cod. Monac. I. 971).die Franck ADB 12, 535 erwähnt, war mir leider nicht zugänglich.