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OSBORN
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nicht; zu Zeiten bin ich fröhlich, zu Zeiten bin ich traurig" 1).,, Alle Nacht, wenn ich erwache", so erzählt er 1533 2),„ soist der Teufel da und will an mich mit dem Disputieren".Und zuweilen hat er furchtbar zu leiden: ,, hie brach mirwahrlich der Schweiss aus", so berichtet er einmal, und dasHerz begonnst mir zu zittern und zu pochen; der Teufel weissseine Argument wohl anzusetzen und fortzudringen, und hateine schwere, starke Sprache". ,, Er kann der Seelen so bangemachen mit disputirn, dass sie ausfahren muss in einemAugenblick, wie ers mir gar oft fast nahe gebracht hat"( E. A. 30, 311). Und wie es ihm geht, so widerfährt esallen; das ganze Leben stellt sich ihm dar als ein Krieggegen den Satan 3); dies erkannt zu haben, ist ihm schon derAnfang des Sieges, denn da hebt bald ein Strahl göttlicherBarmherzigkeit an hervorzuleuchten und die Seele zu ermuntern,dass sie den Angreifer verscheucht und alles Gute von Gotthofft). Die Waffe gegen den Feind ist allein der innigeGlaube an Gott: sola fides sufficit! Je nachdem der kämpfendeMensch diese Waffe festzuhalten versteht oder nicht, führtihn das Ende in die Seligkeit oder in die Verdammnis.
Aber auch Luthers christlich- dogmatischer Teufel istüberladen geradezu mit einer Masse heidnisch Glossar ::: zum Glossareintrag heidnisch- volkstümlicherZüge, und man geht wohl nicht fehl, wenn man den Grundhierzu in der Atmosphäre des väterlichen Hauses sucht, ausdem der Reformator hervorgegangen. Der Sohn des Bergmannshatte sicherlich in der leicht empfänglichen Frühzeit, die erbei den Eltern verlebte, die allverbreiteten abergläubischenVorstellungen des Volkes in sich aufgenommen, seine lebhaftarbeitende Phantasie hatte sich mit ihnen beschäftigt undvertraut gemacht, und sie fassten in seinem Gemütsleben zu festWurzel, um jemals wieder völlig daraus verschwinden zu können.
1) Erlanger Ausgabe 17, 211.
2) Tischreden vom Teufel und seinen Werken 1533. E. A. 60, 47.3) cf. E. A. 17, 195 ff., 228; 20, 147; 49, 187 f.; 52, 203; 57,40;58, 135, 326; 60, 21.
4) cf. Hering, Die Mystik Luthers S. 119.