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Äußerungen : die Oberfläche als Gegenstand und Perspektive der europäischen Ethnologie ; Beiträge der Dgv-Hochschultagung "Äußerungen. Die Oberfläche als Gegenstand und Perspektive der Europäischen Ethnologie" vom 28. bis 30. September 2012 am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck
Entstehung
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

LXVII/ 116, 2013, Heft 1+ 2

und Rat und Hilfe in allen möglichen Fragen des Reparierens und Bas-telns einholen. Diese Garage war und ist seit Beginn unseres Kennen-lernens zentraler Ort der Begegnung und Kommunikation zwischenuns Nachbarn. In diesem Teil eines Hauses und Haushaltes konfigu-riert sich»>> immediate neighborhood« 7. In der Garage arbeitet man unddas macht die Garage zu einem halböffentlichen Raum.

Albert Graf wurde über seine Praxis des Selbermachens und Repa-rierens, seine Fertigkeiten und sein Wissen, zu einem sozialen Mittel-punkt in der Nachbarschaft, Mittelpunkt eines dichten Netzwerkes,vor allem von Männern, die sich gegenseitig Werkzeuge leihen, Mate-rialien und Dinge tauschen, auch konkret den Anderen bei Problemenhelfen.

Das Bild von Albert Graf, das im Gespräch und über meine Ana-lysen dieses Gesprächs entstanden ist, weicht ab von dem Bild, wiees sich mir als Nachbarin darstellt. Nicht von ungefähr ging NikolaLangreiter zunächst von einem sehr viel älteren Mann aus( Graf ist40). Dieses Bild vom Älteren entspricht dem abgeklärten, ruhigen Tonseines Erzählens, etwa wenn er Familiengeschichten erzählt. Da es fürihn und für mich vor allem anderen um das Reparieren ging, das wirals Tätigkeit womöglich eher älteren Personen zuschreiben, verstärktesich dieser Eindruck. Kommentare wie der von Nikola Langreiter zei-gen, wie wichtig die Gegenfrage ist zumal im Hinblick auf Alters-und Geschlechterbilder, die wir durch unsere Darstellungen entstehenlassen und fortschreiben.

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NL: Hanna Ulmers zentrales Anliegen ist im Gegenteil nichtdiese Perfektion, sondern die perfekte Improvisation. Diese Haltungist nicht gegendert und hat nicht nur mit Alter oder/ und biografischerPhase zu tun. Hanna Ulmer macht nur unregelmäßig Dinge selbst,werkt aber ähnlich wie Albert Graf spontan und anlassbezogen. Sieproduziert etwas, wenn sie es gerade braucht und auf die Schnelle inGeschäften nichts Passendes findet etwa ein Geschenk oder eineTasche für den neuen Fotoapparat. Zu dieser Fototasche erläutertsie:» Bevor ich das irgendwie kaputt gehen lasse, mache ich mir sel-

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Akiko Busch: Geography of Home. Writings on where we live. New York 1999,S. 143-149; Els de Vos, Hilde Heynen: Uncanny and In- Between: The Garagein Rural and Suburban Belgian Flanders. In: Technology and Culture 52, 2011,S. 757-787.