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Erb.gut? : kulturelles Erbe in Wissenschaft und Gesellschaft ; Referate der 25. Österreichischen Volkskundetagung vom 14. - 17.11.2007 in Innsbruck
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Kulturelles Erben

Eine europäische Zustandsbeschreibung

Reinhard Johler

Kulturelles Erbe, das ist ein Begriff, der zu den lustbetonten der gegenwärtigen volkskundli-chen Kulturwissenschaft/ Europäischen Ethnologie gehört- und zwar international, aber mitgutem Grund auch und besonders in Österreich. Denn nicht nur das Innsbrucker Institut fürEuropäische Ethnologie gehört wegen des inhaltsreichen bricolage"-Heftes¹ über das ,, Kultu-relle Erbe" zu den hot spots der einschlägigen Forschungen, sondern auch der österreichischeFachverband hat mit seinen Volkskundetagungen etwa zu, Tourismus und Regionalkultur" 2( 1992), zu Volkskunst( 1995) und zur Erlebniswelt Volkskultur" im Jahre 2001 we-sentlich zur inhaltlichen Themenvorbereitung und zur disziplinären Kompetenzzuschreibungbeigetragen. Volkskunde/ Europäische Ethnologie ist daher gerade in Österreich bestens dafürgerüstet, das wissenschaftliche Erbe des aktuell politisch gewollten und kulturell praktiziertenheritage- Booms anzutreten und zwar nicht- um den Titel zweier Festschriften zu zitierenbeharrend als Erbe und Auftrag", sondern diese unproduktive Statik transzendierend als,, kulturelles Erbe und Aneignung".

Der damit angesagte prüfende Blick zielt notwendigerweise auf das Fach und auf seinenGegenstand. Denn es ist offensichtlich, dass mit dem kulturellen Erbe nicht nur mit neuerBegrifflichkeit der Fach- Kanon erweitert wird, sondern auch, dass damit erhebliche diszip-linäre Hoffnungen verbunden sind: Kulturelles Erbe, so scheint es nämlich, verbindet the-matisch, terminologisch und theoretisch Fachvergangenheit mit Fachzukunft in besondererWeise, und es sichert darüber hinaus neben realistischen Berufsperspektiven auch eine klare

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Dieser Beitrag führt mich zu einer meiner ersten volkskundlichen Veröffentlichungen aus dem Jahr 1986zurück. Aus dieser Zeit rührt auch die Freundschaft zu meiner langjährigen Arbeitskollegin Dr. GertraudLiesenfeld am Wiener Institut für Volkskunde/ Europäische Ethnologie. Ihr sei dieser Beitrag herzlichgewidmet.

Kulturelles Erbe( bricolage. Innsbrucker Zeitschrift für Europäische Ethnologie, H. 3, 2005); Ingo Schneider:Wiederkehr der Traditionen? Zu einigen Aspekten der gegenwärtigen Konjunktur des kulturellen Erbes. In:Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, Bd. LIX/ 108, 2005, 1-20.

Burkhard Pöttler, Ulrike Aggermann- Kammerhofer( Hg.): Tourismus und Regionalkultur. Referate derÖsterreichischen Volkskundetagung 1992 in Salzburg( Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift fürVolkskunde, N.S. Bd. 12). Wien 1994.

Bernhard Tschofen, Herbert Nikitsch( Hg.): Volkskunst. Referate der Österreichischen Volkskundetagung1995 in Wien( Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, N.S. Bd. 14). Wien 1997.

Olaf Bockhorn, Editha Hörandner u. Hartmut Prasch( Hg.): Erlebniswelt Volkskultur. Referate derÖsterreichischen Volkskundetagung 2001 in Spittal/ Drau( Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift fürVolkskunde, N.S. Bd. 17). Wien 2001.

Rotraud Acker- Suter( Hg.): Heimat als Erbe und Auftrag. Beiträge zur Volkskunde und Kulturgeschichte.Festschrift für Kurt Conrad. Salzburg 1984.

Olaf Bockhorn, Helmut P. Fielhauer( Hg.): Kulturelles Erbe und Aneignung. Festschrift für Richard Wolframzum 80. Geburtstag( Veröffentlichungen des Instituts für Volkskunde der Universität Wien, Bd. 9). Wien

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