14. ERSTE NACHKRIEGSJAHRE
14.1. DIE RÜCKKEHR INS LEHRAMT
„ Der unvergeẞliche Jubel, mit dem ich im Juni 1945 bei meinerneuerlichen Antrittsvorlesung begrüßt wurde, tat mir aufrichtigwohl. Allein ich hatte zu viele Freunde durch den Tod verloren undzudem die menschliche Wandlungsfähigkeit zu genügend kennengelernt, als daß ich aus vollem Herzen hätte mitjubeln können.
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Viktor Geramb auf einer Donaufähre während einer großen Österreichexkursion mitseinen Grazer Studenten. Diese in zwei Teilen und mit großem organisatorischenAufwand durchgeführte Österreichexkursion verfolgte das Ziel, den Studierendenein neues Österreich- Bewusstsein zu vermitteln.
Foto: Erich Scheifinger, Graz(?), 1949.
Diese im Anfang zufriedenen, aber auch von negativen Erfahrungen unddem Wissen um andere Zeiten geprägten Worte schreibt Geramb in seineAutoBiografie von 1951. Er hält im Juni 1945 seine Antrittsvorlesung nachder Zwangsabsenz. 539 Einem Schreiben des„ Kurators der wissenschaft-lichen Hochschulen in Graz und Leoben in Graz[ sic!]" an Geramb ist zuentnehmen, dass Geramb„ vom 10.[ Lesung unsicher- M.G.] 6. 1945 biszum Ende des S[ ommer-] S[ emesters] 1945" 540 eine zweistündige Vorle-sung abgehalten hat. Am 1. Oktober 1945 erhält Geramb ein Schreibender„ Landeshauptmannschaft für Steiermark" mit dem Gegenstand„ Wie-dergutmachung Prof. Dr. Viktor Geramb“ und folgendem Inhalt:„ Über
GERAMB LEBEN 77