durchaus Erfolge verbuchen. 1920 werden bereits in 53 steirischen Kirchenähnliche„ Krippen- und Hirtenliedersingen" durchgeführt. 144
6.5. DER„ VEREIN Für das deuTSCHTUM IM
AUSLAND"( VDA)
Gerambs Vortragstätigkeit beschränkt sich allerdings nicht auf das„ Deutsch- Österreichische“ Bundesgebiet. Im Rahmen des„ Verein[ es] fürdas Deutschtum im Ausland. Deutscher Schulverein, E.V.", kurz VDA, mitder Hauptgeschäftsstelle in Berlin, entfaltet Geramb in der Zwischenkriegs-zeit auch in Deutschland eine rege Vortragstätigkeit. 145 Gerambs Vortrags-inhalte sind deutschnational geprägt und er macht kein Hehl aus seinergroẞdeutschen Gesinnung, die als Ziel ihrer Bemühungen den Anschlussan Deutschland und ein Wiedererstehen des„, alten Reiches", freilich unterneuen Auspizien, hat. V. a. in der Steiermark wird von Seiten der genann-ten Vereine und ihrer Repräsentant( inn) en wie z. B. Geramb seit dem Endedes Ersten Weltkrieges versucht, den mannigfachen Schwierigkeiten einesverkleinerten und mit Identitätskonflikten belasteten Grenzlandes mit ver-mehrter deutschnationaler Propaganda und nationaler Abschottungsideo-logie, verbunden mit dem sehnsüchtigen Blick zum„ großen Bruder" nachNordwesten, zu begegnen. Prominente Proponent( inn) en dieser An-schlussideen, wie die Literat( inn) en Hilda Knobloch( 1890-1960), AnnaWambrechtsamer( 1897-1933), Ottokar Kernstock( 1848-1928), Josef Pa-pesch, Max Mell oder Gerambs Freund, der Kunsthistoriker und Landes-konservator Walter Semetkowski, sind selbst„ Untersteirer“, für die jeneseit 1919 bestehende neue Südgrenze der Steiermark mehr oder wenigerunakzeptabel ist und die ihr Heil in vermehrter deutschnationaler Agitationsehen. Hier ist zum Teil, wenn manchmal auch unbewusst, der Boden füreine Saat bereitet worden, die später die Nationalsozialist( inn) en nur mehrzu gießen brauchen.
Neben dem VDA gibt Geramb in seiner AutoBiografie als Prägung jenerZeit auch den„ Kreis um den Kunstwart 146 und Dürerbund 147" an.
6.6. DER HISTORISCHE VEREIN für STEIERMARKDer Historiker Geramb wird auch Mitglied im„ Historischen Verein für Stei-ermark", der 1843 auf Initiative des Admonter Benediktiners Albert Mucharursprünglich als„ Historischer Verein für Innerösterreich" begründet undvom Kaiser genehmigt wird und sich 1850 als„ Historischer Verein für Stei-ermark" verselbständigt. In dessen„ Zeitschrift" ist 1907 Gerambs ersterAufsatz über eine bei Murau aufgefundene Inschrift, die Geramb als Pest-segen gedeutet hat, erschienen. 1912 übernimmt Geramb das ehrenamt-liche Sekretariat des Vereines und die Schriftleitung der„ Zeitschrift des
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