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Eugenie Goldstern und ihre Stellung in der Ethnographie : Beiträge des Abschlusssymposions zur Ausstellung "Ur-Ethnographie. Auf der Suche nach dem Elementaren in der Kultur. Die Sammlung Eugenie Goldstern" ; Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien, 3. bis 5. Februar 2005
Entstehung
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2005, Heft 2-3

Moser, Schmidl, Trebitsch& Co.

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lich untergebracht worden sind. So gesehen ist Heinrich Mosermanches erspart geblieben wenn man auch nicht sagen kann, dasssein Leben, soweit es sich aufgrund der wenigen bekannten Datenrekonstruieren lässt, immer ganz glücklich verlaufen wäre.

Immerhin: Als Heinrich Moser noch Heinrich Moses hieß und imniederösterreichischen Neunkirchen lebte, zählte er zu jenen ,, Laien-Zuträgern und, Lehrer- Sammlern", wie sie laut Leopold Schmidtlange Zeit die wichtigsten Stützen der frühen Sammeltätigkeit desVereins für Volkskunde gewesen sind. Mit Moses, diesem ,, vorzügli-chen Heimatsammler", der von der Gründung an Mitglied des Vereinsgewesen ist, setzte nach Schmidt die stärker örtlich betonte Sam-melarbeit ein, wurden also jene regional zentrierten Bestände zu-sammengetragen, die( wieder im Urteil Schmidts) ,, dokumentmäßigweitaus wichtiger sind als die flächig- oberflächlichen anderen Kol-lektionen. Und tatsächlich ist ab 1896 eine beachtliche Zahl anObjekten durch Moses, per Ankauf, oftmals aber auch geschenkwei-se, in den Besitz des Vereins gelangt¹0- zu dem Moses auch ansonstengute Kontakte gehabt zu haben scheint. Das zeigt sich etwa in seinerPublikationstätigkeit für die Vereinszeitschrift, in der er bis 1916 rundzwei Dutzend Beiträge herausgebracht hat: meist knappe Mittei-lungen", also oft wortgetreue Aufzeichnungen mündlicher oder schrift-licher Tradierung, wie sie in den damaligen Jahrgängen der Zeitschriftfür österreichische Volkskunde gern gebracht worden sind", oder klei-nere Abhandlungen, in denen ebenfalls Brauchtümliches¹² und Trach-

7 Belegt ist Börsegasse 7 als Sammelwohnung bei Lillie, Sophie( Hg.): Waseinmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens. Wien 2003,S. 286.

8 Schmidt, Leopold: Das Österreichische Museum für Volkskunde. Werden undWesen eines Wiener Museums(= Österreich- Reihe 98/100). Wien 1960, S. 38.9 Ebda., S. 33.

10 Insgesamt 82 Objekte; das letzte, Inv. Nr. 34.415, eine, Osterratsche, angekauftdurch Lehrer Moses, Wien".

11 Moses berichtet etwa über einen, Heiratsbrief( ZföV 3, 1897, S. 18), einen,, Taufbrief"( ebda., S. 120), Das Fürziehen( ZföV 5, 1899, S. 138) und trans-kribiert u.a. ,, Drei Nachtwächterlieder"( ZföV 3, 1897, S. 178f.), ein ,, Wiegen-lied"( ebda. S. 179f.) oder Aus dem Romanus- Büchlein( ZföV 13, 1907,S. 161). Zu den weiteren Beiträgen siehe das von Arthur Petak zusammengestell-te Register zum 1.- 49. Jahrgang der Zeitschrift in: Wiener Zeitschrift für Volks-kunde 49, 1944, S. 65-98.

12 Etwa ,, Das festliche Jahr im Semmeringgebiete( ZföV 2, 1896, S. 193–197)oder ,, Der Brecheltanz im niederösterreichischen Wechselgebiete"( ZföV 21-22,