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Mummereien im Rheinland borrow W no plory
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Von Matthias Zender, Bonnarbei
Leopold Schmidt hat vor anderthalb Jahrzehnten aus dem Besitz seinesMuseums zwei Masken„ von der Mosel" beschrieben und den rheinischenVolkskundlern in diesem Zusammenhang einige Fragen gestellt ¹).
Klaus Beitl hat danach in Zusammenhang mit einer ähnlichen Maske imEifelmuseum Mayen auf den Gegensatz zwischen dörflicher Fastnachtsfeierdes Rheinlandes und den modernen Formen des Karnevals, wie sie in Kölngeschaffen wurden und von dort das ganze dörfliche Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum beiseiteschoben, hingewiesen. Jedenfalls ist durch die Ähnlichkeit der Masken inWien und Mayen die Herkunft aus dem Moselland oder der Koblenzer Gegendgesichert. Es ist unwahrscheinlich, daß sie aus Baden stammen, wie ver-mutet wurde. Wahrscheinlicher ist, daß ein Fastnachtsbegeisterter an irgend-einem Ort an der unteren Mosel sich in recht unbeholfener Weise vielleichtnach einem Fotovorbild im Maskenschnitzen versuchte. Ob allerdings dasMoselland zum Verbreitungsgebiet der Holzmasken zu rechnen ist, wie Beitlvermutet, bleibt ungewiß 2).
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Vielleicht aber läßt sich im Überblick über das ältere Maskenwesen zuFastnacht im Rheinland die Grundlage für einen derartigen Versuch, Maskenzu fertigen, etwas deutlicher machen.
Dabei stützen wir uns zunächst auf die literarischen und archivalischenNachrichten, dann auf die Sammlung für das Rheinische Wörterbuch, ins-besondere eine erste Umfrage von 1909 und eine zweite von 1922, in denenfast alle Orte der ehemaligen Rheinprovinz erfaßt sind. Die Maskenbeschrei-bungen treten dabei durchaus gegenüber Schilderung von Umzügen, von Fast-nachtsheischeliedern und anderem zurück. In etwa hilft schon die Bezeich-nung der Maske weiter, außerdem geben Lieder und Zurufe Hinweise.
Die Schilderung der dörflichen und kleinstädtischen Fastnacht für dieZeit von 1880 bis 1900, als der Brauch noch kaum von den Kölner Neue-rungen tangiert war, ist für größere Areale ziemlich einheitlich. Maskierteoder unmaskierte ³) Jugendliche oder schulpflichtige Kinder, Knaben undMädchen, ziehen um und erbitten Gaben, die sie nachher gemeinsam ver-zehren. Im Bereich westlich von Köln und am Niederrhein tragen die Kinderdabei einen Rommelpott oder Fuckepott, ein Rubbeldöppe, einen mit einerSchweinsblase überspannten Topf, wobei man in der Schweinsblase einStöckchen bewegen kann*), so daß ein durchdringendes Geräusch zu hören ist.
Auf dem Hunsrück und in der Eifel ziehen die Kinder, vielfach un-maskiert, ihre Heischelieder singend mit einem Holzsäbel, Spieß oder einemStock mit Apfel in der Hand um, auf den die Gaben gesteckt werden 5).
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