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Von dalmatinischen Bildstöcken und Waldviertler Glockentürmen : zwei Beiträge zur Flurdenkmalforschung
Entstehung
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Glockenturms, in Hirschenwies wechseln sich die Bewohner der bei-den dem Turm zunächst liegenden Häuser monatlich in dieserPflicht ab. In anderen Orten" geht das Läuten reihum", dort hatdann jedes Haus die Pflicht, eine bestimmte Zeit lang das Läutenzu besorgen; nach einer Woche( Markl), einem Monat( Klein Har-manns) oder einem Jahr( Kuffarn) übernimmt dann das nächsteHaus diese Aufgabe. Gelegentlich gehört das Läuten auch zu denVerpflichtungen des" Dorfmeisters"( des Ortsvorstehers), so inFelbring, Sauggern und Kasbach, oder es wurde vom" Vorbeter" desOrtes mitbesorgt( früher in Kasbach). In Markl und Pömling hattenfrüher die Bewohner eines bestimmten Hauses, welches nicht un-mittelbar beim Turm steht, das Läuten über, und nur in Hanfthalerhielt ich die Angabe, daß die Kinder des Ortes für das Läutenzuständig wären.

In den meisten Fällen hat es sich aber gezeigt, daß eine be-stimmte Person da sein muß, die sich für das Läuten interessiertund einsetzt, und die dann entweder selber läutet oder die ande-ren dazu Verpflichteten dazu anhält. In Fahnsdorf berichtete meinGewährsmann, daß sein vor kurzer Zeit verstorbener Schwieger-vater fünfzig Jahre lang im Betreuen des Turmes und Läuten derGlocke eine Art Lebensinhalt gehabt habe, und so sei es für ihnselber auch eine persönliche Verpflichtung, diese Tradition wei-terzuführen. Der" Dorfmoaster" von Mödelsdorf meinte, das Läutengehöre an sich zu den Pflichten des jährlich wechselnden Ortsvor-stehers, aber er läute sowieso, schon sein Vater habe fünfzigJahre lang geläutet und vorher der Großvater. Allerdings kann ernur mehr in der Früh und am Abend läuten, da er untertags inder Arbeit ist.

In anderen Orten hat aber die Entvölkerung bereits solche Aus-maße angenommen, daß auch beim besten Willen der Bewohner kein

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