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Von dalmatinischen Bildstöcken und Waldviertler Glockentürmen : zwei Beiträge zur Flurdenkmalforschung
Entstehung
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nungen" Glockenhäusl" beziehungsweise" Glockenhaus" und" Glocken-stuhl am geläufigsten sind," Glockenturm" und" Glockenzimmer"hörte ich hier nur selten, wogegen mir auf die diesbezügliche Fragezwischen Jauerling und Ostrong stets" Glockenturm" genannt wur-de. Die zwei über gemauerten Bildstöcken errichteten Türme vonKehrbach und Kainrathschlag( Karte 3) werden als" Kreuzstöckl"bezeichnet, die anderen in dieser Gegend als" Glockenturm" be-ziehungsweise" Glockenstuhl".

Die einfachste Form eines" Glockenturmes", nämlich das Anbrin-gen der Glocke im Geäst eines Baumes, ist für das Waldviertelmehrfach belegt( 8), doch heute nirgends mehr anzutreffen. Die frü-hesten Belege für gezimmerte Glockentürme fand ich im 18. Jahr-hundert, so bestand der" hölzerne Glockenstuhl" in Engelbrechts be-reits vor 1755( 9), in Pleßberg wurde er 1761 errichtet( 10) und inTiefenbach 1774( 11). Andere Orte erhielten ihre Glockentürmespäter, Kleingerharts 1816( 12) und Reinberg- Dobersberg 1880( 13), Haslarn 1906, Kasbach sowie Kehrbach 1926 und Brennerhof1929, zumindest vorläufig der jüngste Beleg für eine Neuerrichtung( 14).

Wenn nicht bereits eine Glocke zum Anbringen im neuen Turmvorhanden war, nahmen die Ortsbewohner oft bedeutende finanziel-le Belastungen auf sich, um eine Glocke zu beschaffen. So entlehn-ten der Richter und die ganze Gemeinde von Pleßberg am 20. Feb-ruar 1761 zur" Verschaffung eines Gemeinglöckels" vom Verwalterder Herrschaft Dobersberg und Illmau aus der Waisenkasse auf einJahr 60 fl. zu 5%( 15). Besser hatten es die Klein- Taxener, denenGraf Grünne eine 17 kg schwere, aus der Taxener Schloßkapellestammende Glocke spendete( 16). In Hart bei Artstetten wurde diejetzige Glocke 1921 von einem Wiener Fabrikanten gespendet, derim Ort seine Sommerwohnung hatte( es dürfte sich um den Ersatz

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