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Die Nachbarschaft der Deutschen und Slawen an der March : kulturelle und wirtschaftliche Wechselbeziehungen im nordöstlichen Niederösterreich
Entstehung
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Die Dimburger waren schon lange herüben im Besitz von Grund undBoden. 1825 besaßen sie 130 Überlandgrundstücke in Stillfried und Grub.In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg kauften sie im Verfolg der tsche-chischnationalen Bestrebungen mit Hilfe der Živnostenska banka" manchesGrundstück auf. 1945 verteilte sich der Dimburger Besitz folgendermaßen:Stillfried

Äcker

4 ha 77 a 83 m

WeingärtenWiesen

7 ha 56 a 81 m

12 ha 91 a 14 m

Wald

1 ha 7 a 64 m

Keller

21

Grub

AckerWeingärtenKeller

89 a 38 m

3 ha 72 a 3 m

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3. Bevölkerungsbewegung

Die Bevölkerungszahl eines Ortes oder Landes nimmt einem Fluẞvergleichbar durch die natürliche Vermehrung allmählich zu, würdeeinem langsam breiter werdenden Bande ähnlich sehen, doch wird seineBreite von Zeit zu Zeit durch Verluste geschmälert, durch Gewinne ver-breitert. Die Bevölkerung an der Grenze hat sich mehr als anderswo durchKriege, Seuchen und Neuansiedlung, durch Ab- und Zuwanderung verändert.Das Beispiel Hohenau zeigt die typische Entwicklung im gemischtvölkischenGrenzgebiet.

Der Bevölkerungsstrom verbreitert sich seit der Gründung des Bauern-ortes in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis zum 15. Jahrhundert durch natür-liche Vermehrung gleichmäßig. Im 15. Jahrhundert wird er schmäler, dadie Einfälle der Böhmen, Hussiten und Ungarn viele Opfer fordern. Damalsveröden auch die kleinen Orte in der Umgebung, so Rotenlehm, Schönstraẞ,Geresdorf, Heumad. Im 16. Jahrhundert bewirkt die Ansiedlung der Kroa-ten eine Stärkung der Bevölkerung. Neue Einbußen bringt das 17. Jahr-hundert durch die Einfälle der Tartaren, Schweden und durch die Pest. Nachdem Dreißigjährigen Krieg gleicht der Bevölkerungszustand einem Rinnsal,das zu versiegen drohte. Erst durch Zuzug aus der Slowakei, Mähren, Ober-österreich und Bayern werden die Verluste wettgemacht; es beginnt dieSlowakisierung von Hohenau, Rabensburg, Ringelsdorf, Waltersdorf undSierndorf. Das fast aufgesogene kroatische Element erfährt eine Verstärkungaus Ungarn, wie aus folgender Zusammenstellung der Einwanderer zwi-schen 1668 und 1680 nach Hohenau und Rabensburg erkennen läßt:

Aus Ungarn: Urbanowicz, Matusowich( Petersdorf), Rolinek, Vaslowicz,Vaukowicz( Gallonten), Lovons( Zar), Müllner( St. Georgen), Betschin( St.Nicolai), Kohuth( Nitra), Banoschek( Kutti), Milesicz( Sekule), Schwinger( Kutti), Lassig( Nadäsch), Orinrowicz, Rüttling( Ödenburg), Soukolicz( Gai-ring), Cziczonsky( St. Nicolai), Borian( Ung. Kruth), Wachlowicz( Kutti),Russovi( Hausbrunn i. U.), Valla( Kutti), Markowicz( Sekule), Hodomi( Schwaschek), Grolicz( Semlin), Ruß( Olbendorf), Halas( Skopschan), Pichler( Bisdorf), Mihäll, Patek( Kuklov), Ruschitzka( Schoßberg), Lucas( Unrich),

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