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Masken in Mitteleuropa : volkskundliche Beiträge zur europäischen Maskenforschung ; anläßlich des sechzigjährigen Bestehens des Vereines für Volkskunde in Wien
Entstehung
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folgen 201), ungefähr wie in der nahen Oststeiermark, von wo esRosa Fischer einst nett geschildert hat, die ja auch den Anteil vonBurgenländern an diesem Faschingsingen" betonte 202). Die,, Faschingspiele", wie sie etwa Leopold Teufelsbauer aufzeich-nete 203), brachten Rollenvermummungen, die im Zusammenhangmit diesem Spiel beachtet werden sollten.

Diesen Spielen des südöstlichen Landesteiles stehen dieMaskenspiele des Weinviertels gegenüber, wo es die typischeFrühsommermaskierung des Pfingstkönigin- Singens gab und zumTeil noch gibt 204). Die zahlreichen Belege, die sich vor allem imnordwestlichen Weinviertel konzentrieren und dieses zusammenmit Südmähren 205) als eine Rückzugslandschaft dieses einst weiterverbreiteten Maskenspieltypus zeigen, sollten gelegentlich zusam-mengestellt werden. Gerade den Grünmasken ist ja bei uns bishersehr wenig Augenmerk geschenkt worden, im Gegensatz etwa zurRheinpfalz und zum Odenwald, wo Albert Becker 206) einerseitsund Heinrich Winter 207) anderseits gerade diesen lebensvollenMaskenformen eine ausführliche Erforschung haben zuteil werdenlassen. Gerade hinsichtlich der Forschungen im fränkisch- hessi-schen Gebiet, wie sie auch Friedrich Mößinger vorgelegt hat 208),wäre die Erhebung im Weinviertel wesentlich.

Lebendiges Maskenbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Maskenbrauchtum herrscht schließlich in Nieder-österreich im westlichsten Mostviertel. Im Land zwischen Ybbsund Enns lebt der Glaube an verschiedene Berchtengestalten, unddementsprechend gab und gibt es in der VorweihnachtszeitMaskenbräuche mit der Darstellung derartiger Gestalten 209).

201) Bilder in der Photothek des Österreichischen Museums fürVolkskunde, Dia Nr. 1089.

202) Rosa Fischer, Oststeirisches Bauernleben. Mit einer Vorredevon Peter Rosegger. Wien 1903. S. 36 ff.

203) Leopold Teufelsbauer, Jahresbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Jahresbrauchtum in Österreich, I. Nie-derösterreich. Wien 1935. S. 39 ff.

204) Teufelsbauer, ebendort, S. 68 ff.;

Maria Lud Pfingstkönigsingen in Groß- Reipersdorf( Das deutscheVolkslied, Bd. XLII, Wien 1940, S. 55 f.).

205) Hans Kratschmann, Das Pfingstkiningweisen in der ZnaimerGegend( Das deutsche Volkslied, Bd. XXXII, Wien 1930, S. 30 f.).

206) Albert Becker, Sommertag. Neues zur Geschichte und Volks-kunde der Pfälzer Lätarebräuche( Beiträge zur Heimatkunde derPfalz, H. 10) Neustadt an der Haardt 1931.

207) Heinrich Winter, Oster- und Pfingstbrauch im Odenwald. 87Karten und 115 Abbildungen. Heppenheim 1940( Manuskript- Handdruck).208) Friedrich Mößinger, Pfingstgestalten( Hessische Blätter fürVolkskunde Bd. XXXVII, 1939, S. 50 ff.).

209) Vgl. meine Karte der Berchtengestalten in dem von Becker,Keil und Arnberger herausgegebenen Atlas von Niederösterreich,Wien 1955.

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