dabei unausgesprochene Voraussetzung zu sein. Die phallischen und sexuellen Symboli-ken, wie sie in Nordgriechenland anzutreffen waren, fehlen völlig. Das Ausbreitungs-gebiet dieser Maikalandaform ist fast ausschließlich Thessalien und Festgriechenland unddeckt sich ziemlich genau mit dem Verbreitungsgebiet der tetramelischen Lazarus- Mäd-chenkalanda.
1241) Matónovλo. Makrynitsa( 189, 7 c). II. 1. Mai. III. Ein schöner Junge legt Fest-kleidung und Blumenschmuck an und wird durch das Dorf geführt. Die Haus-frauen warten hinter der Tür, um die Gruppe zu bewirten. IV. Wein, Süßigkeiten,am Dorfplatz abschließendes Fest. V. Hs 1374/1971: 51 f.
1249) I. Nestorion( 348, 8 e). II. April. III. Ein kleines Mädchen mit Blumen im Haar( ,, Mai") geht herum. Rund um es wird getanzt. V. Angelis, 1959: 46.1251) I. Nafpaktos( 343, 4 a). II. 1. Mai. III. Fustanellatragende Alte( unmaskiert)halten eine mit Weidenzweigen und Blüten geschmückte Glocke. Mit einem ingelbe Margeriten gekleideten Kind gehen sie in Geschäfte, singen Lieder in Halb-chören und schlagen rhythmisch die Glocken dazu, während das Kind tanzt. V.Megas, 1951: 3, 124; Metaxas, 1958: 32; Megas, 1956: 187 ff.1240) ллеpià( 138, 4 d) Hs 1612: 7 f. 1242)( 118, 4 f) Hs 1492/1971: 47. 1243)( 550, 4 f) Hs 1580/1972: 151. 1244) Maïónovλo( 553, 4 g) Hs 1606/1972: 119 f.1245)( 366, 4 f) Hs 1809/1973: 107. 1246)( 4) Lukopulos, 1938: 166 f.1247) Matónovλo( 27, 7 c) Megas, 1950: 714 ff., 1951: 3, 124 ff.; Meta-xas, 1958: 32; Megas, 1956: 187 ff. 1248)( 210, 7 b) Megas, 1950:714 ff., 1951: 3, 124 ff., 1956: 187 ff.; Metaxas, 1958: 32. 1250)( 7 c)Karydakis, 1968: 30.
Sonstiges
1252) I. Gudovasda( 142, 7 d), Vlachophone. II. Pfingstsonntag abend III. Nach einemgemeinsamen Essen verkleidet sich eine alte Frau mit Blättern, Zweigen undBlüten, wirft einen Netzschleier über ihr Gesicht, hängt sich einen leeren Wasser-kürbis um den Hals und tanzt, ein Holzstück in Händen, der Reihe nach mitallen Männern. Sie führt den Tanz an, während die anderen singen. Mit obszö-nen Redensarten usw. dauert das Fest die ganze Nacht. V. Megas, 1956:210 f., 1951: 3, 129 ff.
1253)( 449, 11 e) Spyridakis, 1967/68: 25 ff.
1.7.2.1.2. Zoomorphe Verkleidung
In den Tierverkleidungen äußern sich nicht nur fruchtbarkeitsmagische, sondernauch kulturhistorisch lokalisierbare Schichten( so der Tanzbär der Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner und dastürkische Kamel).
Theriomorphe Verkleidung
Die theriomorphe Verkleidung ist insofern nicht mimetisch, als kein bestimmtesTier nachgeahmt wird, wohl aber besteht die berechtigte Vermutung auf Dämonendar-stellung( Kallikantzaroi). Der„ Araber" als Prototyp( der Schwarze, der Mohr Glossar ::: zum Glossareintrag Mohr, derNeger Glossar ::: zum Glossareintrag Neger), dämonische Verkörperung mit historischen( Sarazene) und zoomorphen( Felle,Hörner, Schwänze) Attributen ist Schreckgestalt der Kinder und apotropäischer Lärm-macher, zugleich auch Garant der Prosperität und Eueterie. Die heftig geschlagenen um-gehängten Tierglocken, in wenigen Fällen auch in phallischer Bedeutung, erzeugen, in-dem der Träger springt und läuft, den gewünschten Abwehrlärm und lassen ihn gleich-zeitig als besonders kräftiges und vitales Herdentier erscheinen. Die Ambivalenz vonAnstoß und Abwehr der analogen Kräfte ist in dieser Maskierung in einem angelegt.
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