ren Generation angehören. Diese Personen sind gute Gewährsleute,denn vor ihren Augen vollzog sich der Strukturwandel in denDörfern. Selbst wenn sie oft längere Zeit nicht in Kittsee wohn-ten, weil sie in Wien oder anderswo arbeiteten, ist es doch be-merkenswert zu erfahren, wie wenig Einfluß diese Trennung invielen Bereichen ihrer Denkweise und Lebensform genommen hat.Zumindest in der Rückschau dieser heutigen Pensionisten, in denErzählungen über ihr Leben überwiegen traditionelle Ereignisse,während die Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen hatten, imnachhinein nicht mehr so arg empfunden werden.
Die Kinder dieser Generation kennen das Kroatische aus ihrerKindheit, vorwiegend aus dem Gespräch mit ihren Großeltern. Nachderen Tod aber riß in vielen Häusern diese Tradition ab, sodaß dieseheute 30-40- Jährigen die Sprache entweder gar nicht mehr kön-nen, sie noch im Ohr haben oder sie bestenfalls im Gespräch mitälteren Leuten anwenden, jedoch nicht mit Gleichaltrigen.
Gleichzeitig findet man im Kittseer deutschen Dialekt eine Füllevon Eigenheiten, die aus dem Ungarischen und Kroatischen her-rührt. Das reicht von der Betonung und Aussprache mancher Wör-ter bis zur Übernahme von Ausdrücken, die den nur deutsch ebensowie den auch kroatisch sprechenden Kittseern gleich geläufig sind.Andrerseits ist aber die Herkunft z. B. der Spitznamen in Kittseeaus dem Ungarischen und dem Kroatischen den Kroaten nicht sobewußt, als daß sie diese Namen sofort übersetzen oder erklärenkönnten.
Diese Erscheinungen halte ich für einen Ausdruck regionaler,und sei es auch nur für einen Ort spezifischer Kultur, mit demsich die Menschen identifizieren. Als ein" Volk ausgeprägter Mate-rialisten, die genau überlegen und berechnen, was ihnen der Ge-brauch, die Beibehaltung oder die Erlernung des Kroatischen
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