gekommen ist, wie sie in die allgemeine wirtschaftliche und kul-turelle Situation des Ortes einzuordnen sind, wird diese Dissertationuntersuchen.
Wie die Kroaten ganz allgemein als bäuerliche Bevölkerung insheutige Burgenland einwanderten, so behielten sie diesen Stand inKittsee bis ins vorige Jahrhundert bei. Durch die fortschreitendeMechanisierung der Landwirtschaft, durch die Entwicklung derIndustrie, durch die Realteilung in der Landwirtschaft konnten abeinem gewissen Zeitpunkt nicht mehr alle bisher in der Landwirt-schaft Tätigen im bäuerlichen Betrieb, oft nicht einmal im Ortoder der Region Arbeit finden. Für die Kittseer Bevölkerung botsich eine im Ort befindliche Ziegelfabrik, die Tabakwerke in Hain-burg, die von Wien nach Preßburg führende Bahnlinie und dieStadt Preßburg selbst für einen Arbeitsplatz an; etliche mußtenaber doch nach Bruck oder Wien zur Arbeit fahren.
In dieser Situation war es begreiflicherweise für die Kroatenvon Nachteil, sich im Deutschen nicht so gut ausdrücken zu können,zumal sie ja nach den Apponyischen Schulgesetzen in der Schule inungarischer Sprache unterrichtet wurden. Heute, da die KittseerKroaten ebenso gut deutsch wie kroatisch sprechen, erweist sichdiese selbstverständliche Dreisprachigkeit oft von Vorteil, besondersin einem Ort so nahe der Grenze.
Mag sein, daß die Tatsache, daß Kittsee nie ein rein kroatischesDorf war,sondern wie in den kanonischen Visitationen erwähnt
wird,
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ein gemischtsprachiger Ort des assimilationsfreudigerenNordens des Landes, dazu beigetragen hat, die kroatische Sprachemehr oder schneller in den Hintergrund zu drängen als in anderenGebieten; für die Gegenwart läßt sich konstatieren, daß die Per-sonen in Kittsee, die deutsch und kroatisch können und zu Hauseoder mit Gleichaltrigen auch kroatisch sprechen, bereits der älte-
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