ner Laurenzius Bogovich, der mit seinem Gebetbuch" GoldenesHaus" das klassische religiöse Buch mit über 20 Auflagen schuf,oder der Servitenpater Eberhard M. Kragel mit seinem" Vier-fachen geistlichen Ring", im Volksmund kurz als" Die vier letztenDinge"( 8) über den Tod, Gericht, Hölle und Himmel genannt, undviele Patres und Priester, die sowohl die kroatischen als auch diedeutschen und ungarischen Pfarren vom Plattensee bis zum Wiener-wald betreuten und verwalteten. Dieses Aufblühen des religiösenLebens im REGNUM MARIANUM ist zum größten Teil auf dieTätigkeit der kroatischsprechenden Priester zurückzuführen, aufihre zahlenmäßige Dichte, geistige Regsamkeit und Wendigkeit. DieSpuren dieser Entwicklung reichen bis heute. Man erinnere sichnur an die jährlichen Wallfahrten nach Rattersdorf, nach Baumgar-ten, im Spätsommer nach Mariazell, nach Loretto, nach Eisen-stadt und neuerlich in die internationalen Wallfahrtzentren Europas.Heute pilgern noch, obwohl die Kroaten in ihrem Volkstum ange-schlagen sind, leicht bis zu 4000 Wallfahrer nach Mariazell oderLoretto, wobei alle Schichten der Bevölkerung, ungeachtet ihrerpolitischen oder sozialen Einstellung, vertreten sind.
Die Kirche kann tatsächlich das Prädikat" die stärkste Säuleder Kroaten" in Anspruch nehmen. Daß es auch bei den Kroatenviele Probleme gibt, sollte das Verdienst der Kirche nichtschmälern.
Neben der großartig anmutenden religiösen Entwicklung ist derprofane, weltliche Bereich eher zurückgeblieben. Diese Entwicklungsetzt sehr zaghaft erst am Beginn des 19. Jahrhunderts geradeim schulischen Bereich ein.
Die josephinischen Reformen haben den Schwung des barockenGeistes genommen und die napoleonischen Kriege haben die ge-wonnene kulturelle und geschichtliche Sicherheit, die Selbstein-
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