Fumi und 8 öden Häusern, Weiden mit 25 Fumi und 10 ödenHäusern, Winden mit 13 Fumi und 12 öden Häusern, Neusiedl mit32 Fumi und 21 öden Häusern, Potzneusiedl mit 12 Fumi und 7öden Häusern sowie Kittsee mit 14 Fumi und 14 öden Häusern.
Die fehlenden Orte scheinen, da entweder bereits früher völligverödet, gar nicht namentlich in der Liste auf( z. B. Frauenkir-chen, St. Andrä, Parndorf, Neudorf bei Parndorf), waren unter nie-derösterreichischer Verwaltung und wurden daher von Ungarn nichtbesteuert( z. B. Apetlon, Illmitz/ Herrschaft Eisenstadt, Wallern,Pamhagen/ Herrschaft Forchtenstein) oder es handelt sich um spä-tere Neugründungen( z. B. Edelstal, Kaisersteinbruch, Bruckneudorf).Insgesamt wurden in der Steuerkonskription in den obgenanntenOrten 177 Fumi konskribiert, ferner 110 pauperes( verarmte unddaher vom Zahlen der Steuer befreite Untertanenfamilien) und 202öde Häuser. Die Richter der einzelnen Orte waren vom Entrichtender Steuer befreit. Durch den bereits angedeuteten Verödungspro-zeß der bäuerlichen Siedlungslandschaft im Spätmittelalter und dieTürkenverwüstungen der Jahre 1529 und 1532 waren, als sich dieVerhältnisse im Agrarsektor wieder besserten und die Getreide-preise wieder anstiegen, auch im Gebiet des heutigen BezirkesNeusiedl die Voraussetzungen für die Aufnahme neuer Siedler ge-geben. Als Kolonisten kamen zunächst unter der Initiative derGrundherrschaften seit den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts An-siedler aus Kroatien, das unter ständigen türkischen Einfällen zuleiden hatte, in organisierten Umsiedlungsaktionen ins Land.
Dem Typus nach vollzog sich die Ansiedlung der Kroaten imNeusiedler Bezirk in 2 Formen:
1. Als Wiederbegründung von im 15. oder 16. Jahrhundert abgekom-menen Ortschaften( z. B. Parndorf und Neudorf bei Parndorf);2. Als Stammeinsiedlungen, d. h. Vergrößerung oder Auffüllung von
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