der einen Seite eine ganze Reihe räumlicher und organisatorischerProbleme zu beheben imstande war, auf der anderen Seite aber dieDarstellung der ursprünglichen und weiterhin gültigen einheitlichenIdee eines, weitgefaßt, historischen österreichischen und somit mit-teleuropäischen Volkskundemuseums erschwert hat.( 1)
Unter diesen Umständen haben z. B. die Sammlungen des Öster-reichischen Museums für Volkskunde aus Ost- und Südosteuropa heu-te im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee im nördlichsten Teildes Burgenlandes ihre Aufbewahrung und zeitgemäße Ausstellung er-fahren. Dieser wesentliche Teil des Österreichischen Museums fürVolkskunde im Schloß Kittsee wird wegen seiner besonderen Lageheute gerne als" Fenster nach dem Osten und dem Südosten" ange-sprochen. Allein dieses Fenster soll nicht nur nach außen gerichtetsein, sondern bisweilen auch eine Schau nach innen eröffnen. Einesolche Binnenschau richtet sich in Anbetracht des Museumsstandortesvornehmlich auf das östlichste österreichische Bundesland; auf dasBurgenland, das durch das Vorhandensein mehrerer sprachlicherVolksgruppen aus der Zeit der alten Monarchie innerhalb seiner heu-tigen politischen Einheit bedeutende Züge ethnischer Vielfalt auf-weist. Die gegenwärtigen volkskulturellen Verhältnisse im Burgenlanddürfen somit als eine Paradigma für die historischen Gegebenheitenin der österreichisch- ungarischen Doppelmonarchie angesehen werdenund bilden somit einen wertvollen Aspekt wissenschaftlicher und mu-seographischer Arbeit am Ethnographischen Museum Schloß Kittsee.
Solche Gedanken lagen der Absicht zu Grunde, die Wanderaus-stellung" 450 Jahre Kroaten im Burgenland" des BurgenländischenLandesarchivs an das Ethnographische Museum Schloß Kittsee zuholen, wo sie am 31. Jänner 1985 vom Landesrat für Kultur JohannSipötz feierlich eröffnet worden war. Die Ausstellung sollte vor allemder kroatischen Bevölkerung der Parndorfer Sprachinsel im Nordbur-
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