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Ethnographie ohne Grenzen : Galizien in den Sammlungen des Österreichischen Museums für Volkskunde ; [Begleitveröffentlichung zur Ausstellung "Galizien. Ethnographische Erkundung bei den Bojken und Huzulen in den Karpaten" im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 6. Juni bis 2. November 1998 ; österreichische Beiträge des Symposions " Ethnographie ohne Grenzen ; die Anfänge der volkskundlichen Sammlung und Forschung in den Karpatenländern in ihrem zeitgenössischen Kontext und ihre Bedeutung für heute", vom 12. bis 13. November 1996 in Lemberg, Ukraine]
Entstehung
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1997, Heft 4

Die ,, Ostabteilung" des ÖMV

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Studienreisen ein Wissenschaftler aus der grauen Theorie zu einempraktischen Erleben und damit zum Verstehen der Völker und ihrerkulturellen Lebenserscheinungen gelangen kann. Dies umso mehr,wenn man sich noch über das Gegenwärtige hinaus auch mit demWerden und Vergehen, d.h. mit der Vergangenheit ganzer Völker oderauch nur einzelner Volksgruppen befaßt.

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Und nach all dem sollte nun die Endstation der Sammlung, die ichbetreute und die heute über 23.000 Objekte umfaßt, das Depot sein!Um die Sammlung aber vor diesem Schicksal zu bewahren, wurdenzwei Wege eingeschlagen. Einerseits gelang es mir, eine Reihe vonAusstellungen zu veranstalten, um die Aufmerksamkeit der Öffent-lichkeit auf die Bestände dieser Sammlung zu lenken Danebenwurde aber ständig nach einem Domizil für die Ostabteilung gesucht.Und selbstverständlich jeweils die gesamte museale Planung erarbei-tet. In den 50er Jahren wurden auf diese Weise einige aufgelasseneWiener Schulen, 1960 das Ursulinen- Kloster, 1961 Räume des Fran-ziskanerklosters, 1962 ein Stockwerk der Wiener Stallburg, 1963Schloßhof, 1964 das Schloß Matzen und 1965 das Schloß Gobelsburgin der Planung komplett eingerichtet. Aber alles vergebens, immerwieder waren andere, Stärkere da, zu guter Letzt der eigene Chef.

Endlich schaltete sich das damalige Bundesministerium für Unter-richt... mit einem sehr erfolgversprechenden Plan ein. Die Ostabtei-lung des Museums sollte jährlich zwei Sonderausstellungen unterdem gemeinsamen Obertitel, Aus der Volkskultur der Ost- und Süd-ostgebiete der ehemaligen Donaumonarchie' veranstalten, die vomMinisterium auch subventioniert werden sollten. Am 29. Juni 1969wurde die erste Ausstellung dieser Reihe mit Volksmusikinstrumen-ten der Balkanländer eröffnet, der Anfang Dezember des gleichenJahres die Ausstellung, Alte Weihnachtskrippen aus dem Sudeten-und Beskidenraum' folgte.

Hinter dieser Kulisse aber wurden bereits im Burgenland jeneVorbedingungen geschaffen, die für die Idee eines Ostmuseums imZusammenspiel mit diesen Ausstellungen von entscheidender Bedeu-tung waren Schon am 9. Oktober 1969 erstellte ich den ersten Planzur Einrichtung eines Ostmuseums im Schloß Kittsee... Auf Vor-schlag von Min.- Rat Dr. Blaha wurde der endgültige Name, Ethno-graphisches Museum' vereinbart..."

Soweit also die Entstehungsgeschichte des Ethnographischen Mu-seums Schloß Kittsee, welches im Mai 1974 mit seiner ,, Ständigen