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Ethnographie ohne Grenzen : Galizien in den Sammlungen des Österreichischen Museums für Volkskunde ; [Begleitveröffentlichung zur Ausstellung "Galizien. Ethnographische Erkundung bei den Bojken und Huzulen in den Karpaten" im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 6. Juni bis 2. November 1998 ; österreichische Beiträge des Symposions " Ethnographie ohne Grenzen ; die Anfänge der volkskundlichen Sammlung und Forschung in den Karpatenländern in ihrem zeitgenössischen Kontext und ihre Bedeutung für heute", vom 12. bis 13. November 1996 in Lemberg, Ukraine]
Entstehung
Seite
479
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

Band LI/ 100, Wien 1997, 479-492

Die Ethnographie des Kronlandes Galizienin der österreichischen volkskundlichen FachpublizistikBeiträge und Rezeption

Eine kommentierte Bibliographie

Margot Schindler

Die Institutionalisierung des Faches Volkskunde erfolgte fastüberall in Europa etwa zeitgleich gegen Ende des vorigenJahrhunderts. Die wissenschaftlichen Kontakte der Fachver-treter gestalteten sich rege in Form von Korrespondenzen,Publikationsaustausch, Rezensionswesen. In der Bibliothekdes Österreichischen Museums für Volkskunde findet sichreichlicher Niederschlag dieser Verbindungen zwischen demWiener Museum und den auf dem Gebiet der Ethnographiepublizierenden Wissenschaftlern im Kronland Galizien. Alswichtigste Quelle für die Rezeption der volkskundlichen ga-lizischen Literatur in Österreich erweist sich die Österreichi-sche Zeitschrift für Volkskunde vom Jahrgang der Gründung1895 an bis zum Ende der Monarchie.

Recherchen zur Ethnographie des Kronlandes Galizien in der Biblio-thek des Österreichischen Museums für Volkskunde wird man sinn-vollerweise mit den für dieses Thema relevanten ethnographischenZeitschriften starten, mit ,, Lud, dem 1895 in Lemberg ins Lebengerufenen Organ der polnischen volkskundlichen Gesellschaft undden Publikationen der Ševčenko- Gesellschaft', der Chronik der

1 Die Ševčenko- Gesellschaft der Wissenschaften wurde 1873 als nationale Pflege-stätte der ukrainischen Literatur gegründet. Nach einer Reorganisation 1892erfüllte sie die Funktion einer ersten ukrainischen Akademie der Wissenschaftenmit einer philologischen, einer historisch- philosophischen und einer mathema-tisch- naturwissenschaftlich- medizinischen Sektion. Die Gesellschaft wurde1939 von den Sowjetbehörden aufgelöst und 1989 im Zuge der Erlangung derEigenstaatlichkeit wiederbelebt. Vgl. dazu Hruševškyj, M.: Die bisherige Ent-wicklung der Ševčenko- Gesellschaft der Wissenschaften. In: Die Chronik derŠevčenko- Gesellschaft der Wissenschaften N. I. Lemberg 1900, 3- 23; undKrypjakevyč, Roman, Andrij Rudnyc'kyi: Das ukrainische Lemberg 1772-1918. In: Lemberg/ L'viv 1772-1918. Wiederbegegnung mit einer Landeshaupt-