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Ethnographie ohne Grenzen : Galizien in den Sammlungen des Österreichischen Museums für Volkskunde ; [Begleitveröffentlichung zur Ausstellung "Galizien. Ethnographische Erkundung bei den Bojken und Huzulen in den Karpaten" im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee vom 6. Juni bis 2. November 1998 ; österreichische Beiträge des Symposions " Ethnographie ohne Grenzen ; die Anfänge der volkskundlichen Sammlung und Forschung in den Karpatenländern in ihrem zeitgenössischen Kontext und ihre Bedeutung für heute", vom 12. bis 13. November 1996 in Lemberg, Ukraine]
Entstehung
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Klaus Beith

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schluß stehenden monumentalen Literaturwerkes sein, welches dererlauchte Prinz der österreichischen Ethnographie gewidmet hat, eswürde in dauernder Arbeit jenen patriotischen Zielen nachzustrebenhaben, welche dem hohen Schöpfer der, Oesterreichisch- ung. Mon-archie in Wort und Bild vorschwebten und den hochherzigen Gedan-ken des erlauchten Kronprinzen weiterpflegen zum Ruhm und Heilder altehrwürdigen Monarchie und ihrer getreuen Völker.

Als Mitarbeiter des Konprinzenwerkes wurden für die Volkskun-de- wie für die anderen Wissensgebiete auch- die besten verfügba-ren Kräfte herangezogen. Das gilt im gleichen Maß für die deutschenund nichtdeutschen Länder der Monarchie. Als umfassende deutsch-sprachige Überschau haben diese Bände daher bis heute ihren Wertund künden zudem von der intendierten unvoreingenommenen Schät-zung der Nationalitäten im alten Vielvölkerstaat. Für den Galizien-Band sei hier auf die Fachleute Josef Maier für die ,, PhysischeBeschaffenheit der Bevölkerung", Simon Matusiak für das ,, Volksle-ben der Polen", Alexander Barwinskij für die, Ruthenen, JohannRitter von Bol'oz Antoniewicz für die ,, Armenier", Ludomil' Germanfür ,, Die deutsche Colonisation", Leo Herzberg- Fränkl für ,, DieJuden und Franz Bylicky für ,, Musik und Volksmusik" hingewiesen.Im Autor des Kapitels über ,, Die Hausindustrie" begegnet uns WladimirGraf Dzieduszycki, der Begründer des gräfl. Dzieduszycki'schen Lan-desmuseums( Muzeum imiena Dzieduszyckich)" in Lemberg, dasvon Artur Haberlandt, dem Sohn und späteren Nachfolger des Mu-seumsgründers in Wien, Michael Haberlandt, im Jahr 1910 währendseiner Erkundungsreise nach Galizien aufgesucht worden war.

Ein Jahr nach der Gründung des Vereins für Volkskunde in Wienals fortan tragende wissenschaftliche Einrichtung der österreichi-schen Volkskunde und in demselben Jahr der Gründung des Museumsfür österreichische Volkskunde in Wien erfolgte 1895 in Lembergbezeichnenderweise die gleichzeitige Einsetzung der nationalen Ge-sellschaften der Ethnographischen Sektion der ukrainisch- rutheni-schen Ševčenko- Gesellschaft einerseits und der polnischen Ethnogra-phischen Gesellschaft ,, L'ud" andrerseits. 12 Mit Hilfe dieses sich

11 Österreich- Ungarn nebst Cetinje, Belgrad, Bukarest. Handbuch für Reisende vonKarl Baedeker. 29. Auflage. Leipzig 1913, S. 371.

12 Beit( wie Anm. 2); ders.: 100 Jahre Verein für Volkskunde in Wien: Verein-Museum- Gesellschaft. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde Band,XLIX/ 98, S. 80- 90; Zygmunt Kl'odnicki: A Centenary of the Polish Ethnolo-