Druckschrift 
Kultur und Volk : Beiträge zur Volkskunde aus Österreich, Bayern und der Schweiz ; Festschrift für Gustav Gugitz zum achtzigsten Geburtstag
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

Wahrscheinlich dürfte es sich um Maria Langegg handeln, da nach Plume( S. 18)der erste Beichtvater Christina Riglers ein Servitenpater und das St. Pöltennächstgelegene Servitenkloster seit 1644 Maria Langegg war( vgl. Herrmann,a. a. O., Bd. I, S. 610 und Kerschbaumer, Geschichte des Bistums St. Pölten,1875, Bd. I, S. 468, 482 u. 555). Andauernde Beziehungen der Familie zu MariaLangegg, das ausdrücklich als Krankenwallfahrtsort entstanden war, sind anzu-nehmen.

19) Plume( S. 148) erwähnt einen Schwager namens Johann Daniel Steffer, WienerBürger und Handelsmann und einen Neffen( der Ausdruck Enikel" muß hierwohl so aufgefaßt werden, da Christina Rigler keine Kinder hatte und alsseine Maim" bezeichnet wird), P. Paulus Steffer im Schottenstift.

20) Vgl. Wilhelm Kisch, Die alten Straßen und Plätze Wiens, etc. Bd. I, Wien1883, S. 496 ff.

21) Das Stampische Haus erhielt seinen Namen durch den Kauf des Hauses durchJohanna Franziska Stämper am 25. 9. 1674( Magistrats- Gewährsblatt N fol. 108).Später hieß es zur Goldenen Schlangen". In diesem Haus ließ Maria BarbaraKoller von Mohrenfels das Zimmer, in dem der hl. Stanislaus Kostka krankgelegen, in dem ihm auf Vermittlung der hl. Barbara die Kommunion durcheinen Engel gespendet und ihm Maria erschienen war, zur Stanislaus Kostka-Kapelle umbauen. Vgl. Johann Jordan ,,, Schatz, Schutz und SchantzWien bei Gehlen 1701, S. 54; Kisch, a. a. O., Bd. I, S. 425 und Gugitz, DieSagen und Legenden der Stadt Wien, Wien 1952, S. 84.

66

22) ,, Keiner solle sich untermessen, solang die Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfrau Christina leben werde,sie von ihrer Wohnung zu vertreiben oder im geringsten zu behelligen"( PlumeS. 261).

23) Auszug aus dem Totenprotokoll der Stadt Wien, 6. X. 1705: Die Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  JungfrauChristina Roeglerin im Stampischen Haus unter den Tuchlauben mit einer lang-wierig sochenden Krankheit, beschaut, alt 57 Jahr." Ebenso Wiener Diariumvom 6. X. 1705.

24) Plume, S. 275.

25) Plume S. 279: Klerisei von St. Stephan, Schotten und viele Ordensgeistliche..."26) Don Giovanni Salvadori, Die Minoritenkirche und ihre älteste Um-gebung, Wien 1894, S. 200( ohne Anführung des Datums). Das von Salvadorimit 7. X. 1705 gegebene Todesdatum dürfte nach Totenprotokoll und Diarium,die am 6. X., offenbar einen Tag nach dem von Plume angegebenen Todes-datum( 5. X.), verfaßt worden sind, nicht stimmen. Auch als Beerdigungsdatumkommt es nicht in Frage, da Plume von einem dreitägigen großen Zulaufspricht( vgl. S. 275) und am dritten Tag noch der päpstliche Missionar, PaterF. Antonius de Luca, Kapuziner, die Tote besuchte( Plume S. 277). Das mut-maßliche Beerdigungsdatum ist also der 8. oder 9. X. 1705.

27) Vgl. Anm. 18.

28) Analog zu einem auch von der hl. Therese gebrauchten Bild beschreibt siesie diese nach Plume( S. 34) folgendermaßen: Ihr Hertz sey noch immerunruhig gewesen, als schwimmete es gleichsamb mitten unter die Wellen einesungestümigen und sausenden Meeres ohne Ruhe, ohne Vergnügung."

29) Adam von Oedt( nicht wie bei Bernhard Duhr S. J., Geschichte der Jesuitenin den Ländern deutscher Zunge, Bd. III, Regensburg 1921" Abödt") entstammteinem alten österreichischen Geschlecht( weiteres siehe Großes vollständigesUniversallexikon, verlegt bei Johann Heinrich Zedler, 1740, Bd. XXV, Sp. 547 ff.),war mehrmals Provinzialoberer der österreichischen Provinz, Vorstand desProfeßhauses in Wien, Rektor des Noviziates und auch Rektor im Kolleg zuLeoben( vgl. Duhr, a. a. O., Bd. III, S. 190, Anm. 2, S. 191, Anm, 5 und 1 undS. 203, Anm. 5).

50) Plume( S. 29) in gewisser Analogie zur Vita der hl. Lydwina bzw. der hl.Therese.

31) Vgl. Abb. 1, auf der Christina Rigler in der offenbar der Ordenstracht derKlarissen angenäherten Kleidung der Tertiarinnen der Minoriten dargestelltist. Die Verwandtschaft der Tracht erklärt sich unschwer aus den Ordens-zusammenhängen. Siehe auch F. Doelle, Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum des Dritten Ordens inDeutschland( Volk und Volkstum, Jahrbuch für Volkskunde, Bd. I, München1936, S. 165 ff.).

16