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Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum und Volksglaube in der Gottschee
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Suchen zur Kirche zu gehen." 263 Suchen berichtet, daß die Burschen von 15 bis 16 Jah-ren vor Sonnenaufgang am Karfreitag mit Sensen, Kuhglocken und Stockschlagen aufalte Töpfe Lärm machten. Um 3 Uhr oft schon, in einem großen Umkreis, wo die Schaf-weide ist. So weit man geht und es zu hören ist, kommen keine Wölfe her.

Zum kennzeichnenden österlichen Lärmbrauch gehört auch in der Gottschee dasBöllerschießen. 27 über das ganze Gebiet verteilte Orte berichten davon Einzelheiten.Das Schießen konnte bereits am Karsamstag als Begrüßung der wiedergekehrten Glockeneinsetzen( Hohenegg) oder beim Herauskommen der Mädchen aus der Kirche mit denKörben von der Speisenweihe( Suchen)., Und da ist man erschrocken, einer ist dabeieinmal der Korb vom Kopf gefallen, denn sie haben die Körbe auf dem Kopf getragen."In Lienfeld war das Böllerschießen von Samstag an ununterbrochen. In der Hauptsacheverdichtet sich das Schießen in der Osternacht und am Ostermorgen. Rieg berichtet, daßman Samstag Nacht die Mörser geladen und bei der Kirche abgeschossen hat. Sie legtenauch eine Pulverschnur von einem Mörser zum anderen, so daß sie der Reihe nach vonselbst abgebrannt sind. Ohne Schießen keine Ostern", hieß es in Hohenegg, daß dieFenster gezittert haben"( Koflern). Darin stimmt die Gottschee ganz besonders mitKärnten überein, wo das österliche Böllerschießen mit größter Stärke und Ausdauer be-trieben wird. Lienfeld spricht sogar von einer Kanone, die auf dem Kirchturm war undabgeschossen wurde. Nach 1918 wurde das Schießen von den jugoslawischen Behördenvielfach verboten.

Auch die Kirchenglocken stimmten in den klanglichen Jubel ein. Von ihnen hieß esin Wetzenbach, daß sie am Donnerstag nach Rom gehen um Ostern zu holen. ,, Sie tragenein Butscherle Ol hin nach Rom und am Karsamstag bringen sie Wein." In Göttenitzwurde in der Osternacht um 3 Uhr morgens feierlich geläutet, sonst war nur das,, Klenken" üblich( Anschlagen), außer zu Weihnachten, in der Fastenzeit und bei Be-gräbnissen. In Mairle ,, war das Geläute die ganze Nacht in der Kirchn".

Eier spielen im Osterbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Osterbrauchtum eine besondere Rolle. Dabei unterscheidet man ge-weihte und ungeweihte, gefärbte und ungefärbte. In Österreich werden jenen Eiern, die inden drei Kartagen gelegt werden- den sogenannten ,, Antlaẞeiern"-, besondere Kräftezugeschrieben. In der Gottschee sind die Auskünfte darüber uneinheitlich. Eine Reihe vonOrten, wie Hohenegg, Suchen, Mittergras, Verdreng, wußten nichts von solchen Eigen-schaften der von Donnerstag bis Samstag gelegten Eier. In Morobitz dagegen grub manEier, die am Donnerstag gelegt wurden, am Ostersonntag ein. Die, Weichnpfinztageier",wie sie bei uns heißen, sind auch in Österreich besonders herausgehoben. A. Hauf-fen( S. 73) berichtet, daß man in einigen Gegenden der Gottschee gegen das Hagel-wetter neben einer Kapelle am Karsamstag drei von einer schwarzen Henne gelegte Eiervergrub. Hier wird nichts über den Tag gesagt, an dem diese Eier gelegt worden waren.Ich habe eine solche Aufzeichnung aus Koflern, wo die drei von schwarzen Hennengelegten Eier am Ostersonntag vor Sonnenaufgang auf drei Seiten der Grenze gegen Un-wetter eingegraben wurden. Das war wirklich wahr." In Morobitz grub man die Eier,die am Donnerstag gelegt wurden, am Ostersonntag ein. Außerdem nahm man wieschon erwähnt fünf geweihte Eier vom Ostersonntag und umkreiste mit ihnen vorSonnenaufgang am Pfingstsonntag die Gemarkung und grub sie gegen Hagel an ver-schiedenen Stellen ein. Auch Mösel kannte eine ähnliche Hegung: Die Wetterbeschwörerhaben am Karfreitag vier Eier genommen und sind herum um den Zaun des Dorfes undhaben ein Ei in jeder Himmelsrichtung außerhalb des Zaunes um die Felder und Wieseneingegraben. Dann kam kein Unwetter." Ein anderer eigenartiger Eierbrauch bestand in

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263 Dem Aufgelärme gegen Wölfe am Karfreitag vergleichen sich Lärmbräuche gegen Raub-tiere beim Beziehen von Almen in Schweden.

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