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Kinder- und Jugendspiele aus Niederösterreich
Entstehung
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40. Spiele mit Löwenzahnstengeln

Die einzelnen Löwenzahnstengel werden ineinander gesteckt zu einem Ringegeformt, aneinander gereiht, bilden sie Ketten.

Ein Löwenzahnstengel wird am Ende mehrfach aufgeschlitzt und dann ins Was-ser gelegt. Durch das Herumdrehen des Schaftes rollen sich die geschlitzten Teil-chen nach außen um, wodurch der Schaft ein eigentümliches Aussehen erhält.Während das Kind den Stengel dreht, spricht es: Maibam, Birbam, Apflbam,Zweschpnbam, Drah ma mein Schlüsserl z'samm!"

41. Das Gritscherl

Zur Weihnachtszeit, wenn Nüsse ausgelöst werden, lassen sich gut Gritscherl"anfertigen. Eine halbe Nußschale wird in der Mitte der Längsränder leicht einge-kerbt und am stumpfen Ende( wo früher der Stengel saß) tiefer ausgeschnitten.Dann wickelt der Spieler drei bis vier Mal einen Zwirnsfaden um die Mitte und zwarso, daß der Faden in den Kerben ruht. Nun steckt er ein Zündholz mit abgebrann-tem Kopf zwischen die Fäden und dreht es die Nußspitze nach links gewendet-mehrmals in der Richtung des Uhrzeigers, wodurch die Fäden gespannt werden.Dann zieht er das Hölzchen so weit durch, daß ein Ende auf der Nuẞspitze aufliegt.Wenn man nun das andere niederdrückt und wieder frei gibt, schlägt das Hölzchenauf die Spitze auf und gibt bei raschem Wiederholen ein zartes klapperndesGeräusch.

42. Das Spinnradl

Eine Nuẞ wird an der Spitze, ferner gegenüber am ehemaligen Stielansatz und inder Mitte seitlich( jedoch nicht bei der Naht) angebohrt, so daß drei kleine Löchleinentstehen. Nun muß der Inhalt entfernt werden, ohne das Gehäuse zu zerbrechen.Durch das seitliche Loch wird

in die ausgehöhlte Nuẞ eine

Griff

dünne Schnur( Einsiede-

schnur) eingeführt und mit

Nußschale

Hilfe einer Häkelnadel beim

oberen Loche wieder herausgeholt. Ein rundes Stäbchen,dessen oberes Ende als Knopf belassen wird, spitzt man amunteren Ende zu. Nachdem der Faden im Höhenabstandvon oberem und seitlichem Loch am Stäbchen befestigt ist,wird dieses als senkrechte Achse durch das obere Loch ein- Apfelgeführt. Jetzt kann die etwa 35 cm lange Schnur auf das Stäb-chen gewickelt werden, vor dem gänzlichen Hineinziehen istsie durch einen kleinen Holzgriff an ihrem Ende geschützt.

An die Stäbchenspitze wird ein Apfel als Schwungmasse gesteckt. Nun zieht derSpieler rasch die Schnur heraus, gibt dann nach, und durch den Schwung wickeltsich die Schnur jetzt in der Gegenrichtung auf, so daß erneut angezogen werdenkann. Es entsteht ein surrendes Geräusch wie beim Spinnen.

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