8.3. Das Wohnhaus vulgo Kaspar, St. Josef 88, OG St. Josef
Das Gehöft vulgo Kaspar liegt im Ried Kairegg im leicht nachWesten fallenden Gelände auf 360 m Seehöhe. Das Wohnhaus liegtparallel zur Fallinie. Der Hofanlage nach handelt es sich um ei-nen Gruppenhof mit dem 1748 datierten Wohnhaus, der Stallscheu-ne aus dem Ende des 19. Jh. und einem Preẞhaus. Der Hof wird vonAugust Hadl und seiner Schwester bewirtschaftet. Auch ein Bruderwohnt am Hof.
Das Wohnhaus wurde als Beispiel ausgewählt, da es noch gut dieursprüngliche dreiräumige Anlage erkennen läßt und die Umbautenzum Teil durch Jahreszahlen gesichert sind. Auch die für vieleHäuser charakteristische, reiche farbliche Ausgestaltung ist andiesem Beispiel gut zu sehen.
Zur Hofgeschichte
Im MTK sind nach der Subrepartitionstabelle die Urbarnummern373 und 457, aus denen der Besitz hervorgegangen ist, noch unge-teilt. Das Bauareal ist noch Besitz des Michael Sengwein, dereine viertel Kaufrechtshube innehat. Die offizielle Loslösung desGrundes dürfte erst kurz nachher erfolgt sein und ist mit" VideZerstückung" vermerkt, doch sind die Grundteilungsbögen im Lan-1desarchiv nicht vorhanden.
Nach dem JK besitzt Johann Krobath neben der" Behausung", dieder Herrschaft Stainz dienstbar ist, einen Hausacker, einen Lei-tenacker, einen Neubruchacker und eine Wiesmahd² sowie in der KGRossegg einen Hauswald.3
Das Grundbuch der Neuen Reihe reicht hier bis in das 18. Jh.zurück. Ab 1778 sind Anton und Theresia Krobath vulgo Kaspar alsBesitzer der" Keuschen per 280 fl" eingetragen sowie eines
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1 StLA, MTK GH 348, Subrepartitions- Tabelle 1755, U 373 und 457.
2 StLA, JK Stainz 13, Nr. 689-693.
3StLA, JK Stainz 21, Nr. 587.
4 StLA, GbNR Stainz 79, Nr. 82.
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