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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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7.4. Der Mauerbau

Der als Typ faßbare Mauerbau ist der des 19. Jh., währendältere Mauerbauten nur Sonderformen darstellen. Die Gebäude be-stehen zum Großteil aus Ziegeln, daneben gibt es, besonders imBergland, teilweise auch Steinbauten. Im Variantenreichtum diesesTyps sind zwei Pole erkennbar: einraumtiefe Bauten mit einer Brei-te von meist 4-5 m( s. Abb. 31) sowie Häuser mit einer Breitevon etwa 8 m und darüber, die eineinhalb Räume tief sind( s. Abb.40). Häuser der ersten Gruppe entsprechen vom Grundriß her meistden Gebäuden in Gemischtbauweise, bestehen also aus Stube- Flurmit Küche- Stübl. Die Großform des gemauerten Hauses weist imallgemeinen einen durchgängigen Mittelflur auf, bei dem sich meistauf der einen Seite die Stube und, ebenfalls vom Flur zugängig,die Küche mit einem dahinterliegenden Stübl befinden, auf deranderen Seite zwei Zimmer, von denen das größere in der Regeletwa zwei Drittel der Hausbreite einnimmt. Das Stiegenhaus istursprünglich meist als eigene Raumeinheit in den Flur eingebaut,darunter kann sich eine Kellertreppe befinden. Gegen Ende desJahrhunderts wird dieses Raumkonzept aber teilweise aufgelöstund es kommen auch andere Raumordnungen vor. Zwischen diesen bei-den Ausführungen gibt es sowohl von der Breite her als auch vonder Raumstruktur eine Fülle von Übergangsformen, da beim Mauer-bau eine freiere Raumeinteilung möglich ist als beim Blockbau.

Unterkellerungen umfassen immer nur einen Teil des Hauses, vorallem bei den großen Gebäuden handelt es sich dabei meist schonum Keller mit Platzlgewölben oder mit Gurten und Flachtonnen, ge-gen Ende des 19. Jh. auch um solche mit Traversengewölben.

Die Wände des Erdgeschosses bestehen, wie schon erwähnt, imallgemeinen aus Ziegelmauerwerk, die Standardstärke beträgt 55cm für Außenmauern, 30-40 cm für Innenmauern. Die Haustüren sindbei den kleinen Formen meist einflügelig, bei den großen Bautenim allgemeinen zweiflügelig, wobei blechbeschlagene starke Boh-lentüren mit Ziermustern aus Nieten vorherrschen, gegen Ende desJahrhunderts kommen auch bürgerlich beeinflußte, mit Giebeln ver-zierte Feldertüren auf. Im Inneren gibt es vorwiegend gestriche-ne Rahmen- Füllungs- Türen. Die Fenster sind meist Blendrahmenfen-

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