Sierling mit etwa 2/3 aller Häuser( also auch der im flachen Ge-1
lände liegenden). In den KG Tobisegg und Kothvogl mit ihrem ho-hen Anteil an Kleinformen überwiegt hingegen die fallinienparalle-le Lage, während in Gamsgebirg wie in den übrigen KG ebenfallsdie schichtenparallele Lage vorherrschend ist.
Durch die schichtenparallele Lage kommt besonders im steile-ren Gelände der talseitige Zugang häufig sehr hoch zu liegen, so-daß die Ausbildung von Gängen( s. Kap. 4.9.) gefördert wird. Durchdie höhere Zahl an schichten parallel liegenden Häusern im Westendes Untersuchungsgebietes und das in diesem Bereich teilweisedoch steilere Gelände, nimmt hier auch die Gangbildung im Ver-gleich zum Ostteil zu, bleibt aber nicht nur auf Gebäude im stei-leren Gelände beschränkt.
Bei Erweiterungen von schichtenparallelen Häusern durch einenQuergiebel( s. a. Kap. 5.3.) wird dieser meist talseitig angeord-net und ermöglicht so leicht die Anlage eines Kellers, der oftauch der einzige Keller des Hauses ist.
Die Hanglage wird also einerseits von der Baukörperform desHauses bestimmt und wirkt ihrerseits wieder auf die Bau- und Raum-struktur, teilweise allerdings erst bei Erweiterungen, zurück.
3.1.2. Die Lage zur Straße
Die Lage der Häuser zu Weg und Straße scheint nur eine un-tergeordnete Rolle zu spielen und im Vergleich zur Hanglage se-kundär zu sein. Auch in geschlossenen Ortschaften läßt sich imallgemeinen keine einheitliche Lage parallel oder im rechten Win-kel zur Straße feststellen. Insgesamt stehen etwa 50% der Häu-ser mit der Traufseite zur Straße, etwa ein Viertel mit der Gie-belseite. Der Rest nimmt, etwa durch Schrägstellung, an Kreuzun-gen oder in Kurven, keine eindeutige Stellung zu den Verkehrswe-gen ein oder ist durch Stichstraßen erreichbar, was besonders imStreusiedlungsgebiet häufig zutrifft.
1Vgl. dazu die entsprechenden Abbildungen bei Johann Reinhard Bünker, Das Bau-
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ernhaus der Gegend von Köflach in Steiermark. In: Wörter und Sachen 1, 1909,S. 121-163.