1.2. Das Untersuchungsgebiet: Der Gerichtsbezirk Stainz
1.2.1. Allgemeines
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Der Gerichtsbezirk Stainz ist der nördlichste und mit224 km' der kleinste der drei Gerichtsbezirke des Politischen Be-zirks Deutschlandsberg im Südwesten der Steiermark. Er hat Anteilan den Landschaften des Steirischen Randgebirges und des weststei-rischen Hügellandes. Die Grenzen sind im Südwesten, Westen undNorden zum Großteil natürliche Grenzen, die durch den Wildbachund den Bergkamm, der vom Reinischkogel( 1463 m) über Randlofen,Greiseneck, Schusterbauer- oder Schwaigkogel, Hahnkogel, Stein-berg zum Zirknitzberg( 451 m) reicht, festgelegt sind und weiterüber Breitenbach zur Kainach führen. Im Osten wird die Grenzeteilweise durch Kainach und Oisnitzbach gebildet, teilweise durch
den Riedelrücken von Tobisegg 1( s. Karte 1,2).
Wichtigste Verkehrsadern sind die Radlpaẞbundesstraße( B 76)sowie die Eisenbahnlinie der heutigen Graz- Köflacher Eisenbahn-und Bergbau- Gesellschaft von Graz nach Wies.
1.2.2. Geologie und Oberflächenformen
Der Bezirk Stainz hat Anteil an drei charakteristischenLandschaftseinheiten: dem Riedelland mit gut ausgeprägten Talland-schaften im Osten, der Gebirgsrandzone( dem Übergang vom Hügel-land zum Bergland des Steirischen Randgebirges) und dem Bergland,das ein der Koralpe vorgeschobenes Gebiet darstellt.2
Geologisch gesehen stellt der Westen des Untersuchungsgebieteseinen Teil der metamorphosen Gesteine des Hochkristallin dar, die3aus Sedimentgesteinen entstanden sind. ³ Der Stainzer Plattengneis
¹Paul Eder, Die sozialgeographischen Wandlungen im Bezirk Stainz seit dem Fran-ziszäischen Kataster. Phil. Diss. Univ. Graz 1977, S. 13 f.
2 Ebd., S. 16.
3 Vgl. dazu Karl Metz, Geologische Karte der Steiermark. In: Atlas der Steier-
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mark. K. 6, 1957 und Erläuterungen zum Atlas der Steiermark. Graz 1973, S.23-43; ders., Grundzüge des geologischen Baues der Steiermark. In: Die Steier-mark. Land Leute- Leistung. Graz 1971, S. 25-73, bes. S. 56 f.