sind vergessen. Die Nationaltracht bildete sich in den 70er Jahrendes 19. Jahrhunderts, sie war ein wichtiges Instrument für politischePropaganda. Heute sind die Slowenen wie Mitteleuropäer gekleidet,während in Bulgarien, Serbien und Montenegro noch Volkstrachtengetragen werden. Die Frage nach kartographischen Aufzeichnungenüber die blaue Schürze( Franz Lipp) verneinte der Referent; weißewerden nur noch von Fleischhauern getragen, während der blaueSchurz auch heute noch in Verwendung sei.
DISKUSSION ZU DEN VORTRÄGEN BEITL RACHBAUER
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KUNDEGRABER GÜRTLER
Protokoll: Hartmut Prasch
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Vortrag BEITL
Zu Anfang der Diskussion wurde die Frage gestellt, warum im Vor-trag die Männerkleidung des 18. Jahrhunderts als" Tracht" bezeich-net wurde, obwohl dabei eigentlich keine regionalen Besonderheitenfeststellbar seien( Gerda Schmitz). Die Frage könne erst durch dieInterpretation des aufgenommenen Bestandes geklärt werden. Dieseaber müsse erst jetzt folgen und geht eigentlich über die Intentiondes Referates hinaus, das lediglich eine Bestandsaufnahme von Bild-belegen zur usuellen Kleidung in einer Region im Sinne einer Rea-lienkunde zum Ziel hatte. Nach der Aufnahme könne durch Ver-gleiche mit ähnlichen Serien für andere Landschaften erst der in-terpretative Hintergrund erarbeitet werden( Klaus Beitl).
Der Vergleich der Darstellungen aus einem begrenzten Gebiet zeigedeutlich, daß man es hier nicht mit einer fixierten Tracht zu tunhabe. Man müsse deshalb doch genauer zwischen" Tracht"," Mode"und" Kleidung" unterscheiden, da das, was heute als" MontafonerTracht" bezeichnet werde, im 18. Jahrhundert einer Modeströmungentsprang( Bärbel Kerkhoff- Hader). Dies treffe vor allem auf dieMontafoner Männertracht zu, die sicherlich auch von der französi-schen Mode, mitgebracht durch die in Frankreich arbeitenden Män-ner, beeinflußt wurde( Karl Ilg).
Männer tendierten überhaupt eher zu der Mode entsprechenden In-novationen als die Frauen, was sich auch in den Bildquellen zeigte( Wolfgang Brückner).
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