DISKUSSION ZU DEN VORTRÄGEN ILG
SCHINDLER- GIRTLER
Protokoll: Burkhard Pöttler
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LIPP-
Vortrag ILG
Beitl eröffnet die Diskussion mit der Anregung, auch den im Gegen-satz zu lg stehenden Vortrag W. Brückners vom Vorabend mit einzu-beziehen. Auf die Bitte E. Weinlichs hin erklärt K. Ilg, zurückgrei-fend auf R. Weiss, was für ihn Tracht sei. Brückner schlägt vor, dieBegriffe Mode und Tracht" nicht so verwaschen" zu verwenden, son-dern als wissenschaftliche Terminologie:" Mode" nur für heutige Er-scheinungen; Vergangenes stelle hingegen eine andere Qualität darund sei nicht als Mode zu bezeichnen." Tracht" solle dem Gesche-hen der letzten ca. 200 Jahre vorbehalten bleiben. Etwa die Fran-zösische Revolution sei ein Einschnitt zwischen Tracht als Beklei-dung allgemein und der Tracht, von der wir reden. Auch im Hoch-mittelalter gebe es keine einheitliche Kleidung, wie lg behaupte,sondern feine Unterschiede zwischen Königen Kriegern Bauern.Die Volkskultur sei für die Zeit vor 1789 nur ein Konstrukt, dasnoch nicht zu fassen sei. Auf Einwände llgs, daß es Tracht undMode schon viel früher gegeben habe als seit ± 1789, erklärtBrückner, daß es sehr wohl- wie auch bei der Volkskunst- Vor-läufer gebe und die einzelnen Formen früher nachweisbar seien, je-doch sei das Phänomen als solches neu- die Auffassung, daßTracht alle erfaßt habe, müsse aufgegeben werden.
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Vortrag LIPP
W. Brückner bezeichnet Lipps Arbeit als eine im besten Sinn öster-reichische Forschungsleistung. Auch er( Brückner) habe zu zeigenversucht, daß Mode und Tracht nicht trennbar seien, auch nicht infrüheren Zeiten; aber die Begriffe Trachten- Mode und Mode- Trachtdürften nicht zurückprojiziert werden. Der innere Vorgang sei
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