zes mesalanes Fiertuech, 1 blab tiechenes Hemat mit blab tieche-nen Ärblen, 1 schwarztiechenes Summer- Mantele mit wurschitenÜberschlegen, 1 schwarz tiechenes Winter- Mantele mit lempern Un-terfueter und Yberschlegen, 5 rupfene Weiberpfeiten Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberpfeiten, 6 reistene,kliegere und grebere Halspfaiten, 3 reistene Goller, 4 leinbeteneWeiberkragen Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberkragen, 5 leinbetene und 2 reistene Hauben, 1 fechene Hau-ben und 1 Schliefer von Pernheiter- Zeug, 1 schwarzer Huet, 1 ge-wirkter Tischtebbich mit allerlei Farben, 1 englische Töcken, rei-stene und hachlwirchene Leilacher"( Inv. Akt Landgericht
Lienz).
Zu Michael Oberthaler, Weber zu Obercolls, 2. August 1678:
" 1 alter ledener Rock, 1 neu ledens Hemat, 1 altes Schlitz- Röckl,1 irchenes Leibl, 1 Paar irchene neue Hosen, 1 Paar griene rasseneHosen, 2 Paar alte Hosen, 1 Paar rote tiechene Strimpf, 1 Paarledene Strimpf, 1 Paar neue Schuech, 2 härbene Pfaiten, 1 alterHuet."( Inv. Akt Anras).
Solch ähnliche Aufzählungen, jedoch nie gleichlautenden Inhalts,könnten zu Hunderten angeführt werden. Die dabei zutage tretendeBelegdichte ganz bestimmter Kleider- und Trachtenteile läßt ver-bindliche Aussagen zu signifikanten Merkmalen und deren Verbrei-tung treffen. So stellen wir im Untersuchungsraum für das 17. Jahr-hundert zwar keine gemeinhin so zu bezeichnende" Osttiroler Tracht"dieser Begriff ist hinsichtlich der gegenwärtigen Verhältnisseebensowenig anwendbar- wohl aber weitgehend gemeinsameGrundzüge in Form, Zusammenstellung und Aufbereitung des Mate-rials, dagegen eine bunte Vielfalt in der Farbgebung fest. LetztereKomponente läßt nunmehr auch den Versuch räumlicher Abgrenzungwagen.
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Einheitlichkeit herrscht beim Hemd des Mannes, welches nach wievor aus naturbelassenem, grobem oder feinem Leinen besteht, nunmehraber rot gefärbt ist. Ähnliches gilt für die Joppe, die bezirksweitbekannt und gebräuchlich ist und aus weißgerbener tierischer Haut( vom Rind) besteht. Was den Rock betrifft, bevorzugt man im Pu-stertaler und hinteren Iseltaler Raum naturfarbene oder braun-schwarze Lodenstoffe, in Lienz und Umgebung hingegen zieht mangrüne, gelbe, z. T. blaue und schwarze vor. Als neues Detail fälltder Rockaufschlag in einer sich abhebenden Farbe ins Auge. DieHose, durchwegs aus Loden- oder Rasenstoff, unterscheidet sich inersteren Landschaften kaum vom Rock, ist hingegen in letzterer Ge-gend von grüner oder blauer, in beschränktem Maße von gelber Far-be. Rot beherrscht auch die Strumpffarbe entlang der ost- westge-richteten Verkehrsfurche der Drau bis hin zur Kärntner Grenze; da-
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