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Kleidung - Mode - Tracht : Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1986 in Lienz
(Osttirol)
Entstehung
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ZUR EMBLEMATISCHEN FUNKTION VON KLEIDUNG

Bemerkungen zu Trendwenden und Schwerpunktsetzungen,Begriffen und Forschungsfeldern in der Kleidungsforschung

Von Edith Hörandner

Als Motto sei vorangestellt:

" Kleidungsforschung ist sowohl geschichtlich orientierte als auch ge-genwartsbezogenen Kulturforschung; Sozialwissenschaftliche Trach-tenforschung ist Teilgebiet einer so ausgerichteten Kleidungsfor-schung. Sie untersucht die spezifische Kleidungsform" Tracht" inihrem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang. WissenschaftlicheFragestellungen und Methodik unterscheiden sich nicht."( GittaBöth( 1)).

Im Lande Viktor Gerambs war( und blieb) Trachtenforschung immervon besonderem Interesse. Sein theoretischer Ansatz einer Entfal-tung des Gewandes aus" urtrachtlichen" Formen- vgl. hiezu auchdas von Richard Weiss aufgestellte und von Wolfgang Brückner imCloppenburger Kongreßband neuerlich herangezogene Grundkonzeptder" Konstruktionstheorie"( 2)- ist eine griffige Systematik, dieviel raum- und zeitübergreifenden Vergleiche aufnimmt. Die über-wältigende Fülle seines Primärmaterials, nicht zuletzt mühsam ausArchiven hervorgeholt, macht sein gemeinsam mit Konrad Mautnerverfaßtes" Steirisches Trachtenbuch"( 3) zu einem wohl zeitlosenGrundlagenwerk in diesem Themenbereich.

Gerambs Wirken und Werke forderten verständlicherweise zur Wei-terarbeit und Ergänzung auf und heraus, was besonders bei seinenSchülern zum Tragen kam, von denen viele zugleich in Forschungund Pflege tätig wurden. Namen wie Gund Holaubek- Lawatsch,Maria Kundegraber, Franz C. Lipp und F. Prodinger sind hier Selbst-verständlichkeiten, desgleichen jene von Leopold Schmidt und HeleneGrünn. Auch die Heimatwerkbewegung ist hier zu nennen.

Für die- eher besondere Österreichische Situation ist also ein

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