IN Anregungen zur Lektüre der AusstellungDEN
BERGEN
Zum Glück ist es nicht mehr notwendig, den un-VERONESER zähligen vorhandenen Studien über ethnologischeund anthropologische Prozesse noch eine weiterehinzuzufügen. Schon seit langem kann man dasStudium der Gemeinschaften und ihrer Beziehungenzu jenen Komponenten, die zu ihrem Überleben bei-Landgetragen haben, als abgeschlossen betrachten.und Je kleiner der zu untersuchende Bereich, desto
Leute wichtiger die Forschung. Auf der anderen Seite
ist es nicht möglich, noch würde es wahrscheinlichvon einer korrekten wissenschaftlichen Arbeit entspre-chen, jedes Ding ins Museum zu stellen. Daß dieTregnagoOsmose zwischen Museum und Region ein Wechsel-und spiel sein soll, ist nunmehr zu einem Allgemeingutim geworden- auch deshalb, weil es unmöglich er-scheint, alles zu katalogisieren beziehungsweiseTal was Italien betrifft, ein Land mit so reicher Tra-eine Bestandsaufnahme sämtlicher Kultur-der ditiongüter vorzunehmen. Daraus ergibt sich, daß dieZimbern Feldforschung, die unerläßliche Bedingung für
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eine in didaktisch- wissenschaftlicher Sicht korrek-te Wiederaneignung der Vergangenheit, ein ergän-zender Bestandteil zur übrigen Forschungarbeit,manchmal sogar unersetzbar ist. In der Tat sinddie Erhaltung der Kulturgüter und heute auch dieauf sie bezogene Erhaltung des Milieus eine derwichtigsten Aufgaben des Menschen in einer nichtimmer klaren Übergangszeit zwischen verschiede-nen geschichtlichen Epochen( 1); glücklicherweisegibt es heute ein neues und freudigeres Pflicht-bewußtsein, den anthropologischen, ethnographi-schen und auch ethnologischen Bestand unseresLandes aufzubewahren.
Mit dieser Absicht und mit der Liebe zu dem Ort,in dem man aufgewachsen ist, wo man Altherge-brachtes, das jahrhundertelang das Leben unsererAhnen begleitet hat, innerhalb einer Generationverschwinden gesehen hat, ist unsere Ausstel-lung entstanden. Sie versucht, mit den uns heutezur Verfügung stehenden Mitteln, eine möglichstgetreue Rekonstruktion einer manchmal sogar sehrnahen Vergangenheit zu zeigen, die durch eineverhängnisvolle Interpretation des Fortschrittsauf barbarische Glossar ::: zum Glossareintrag barbarische Weise verdrängt und manchmalsogar ausgelöscht wurde.
Der Besucher wird also eine Zusammenstellung ver-schiedener Elemente zur Rezeption der Ausstellungvorfinden:
die Fotografie, die Rekonstruktion durch die Zeich-nung und eine Reihe von Objekten, bei denen es