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Wegmüssen
Abb. 208: Aussiedeln in Flachau, Aufladen von Möbeln und Hausrat, 1940
( Privatarchiv)
daraufhin einsetzenden Flut derartiger„ begründeter Ausnahmefälle" und der gro-Ben Nachfrage nach solchen Wirtschaftsgebäuden, stellte man die Genehmigungrasch wieder ein.74
6.12. Unsicherheit in den Randgebieten
Seit dem Beginn der Entsiedlung war nun mehr als ein halbes Jahr vergangen. Überdas Flächenausmaß und die endgültigen Grenzen des Übungsplatzgebietes herrschtenach wie vor Unklarheit. Bis zu diesem Zeitpunkt war über diese Frage keine amt-liche Erklärung erlassen worden. Dieser Umstand schürte zweifellos Gerüchte überdie Ausdehnung des Platzes und verbreitete Unsicherheit bei der verbliebenen Be-völkerung rund um das Übungsplatzgebiet. Die Kreisbauernschaft Zwettl ersuchtedaher am 16. März 1939 den Landrat, um die Veröffentlichung der endgültigen Fest-legung des in der Zukunft zu entsiedelnden Gebietes im Wochenblatt.75 Der Landratstellte im Amtsblatt vom 23. März 1939 ein für allemal fest,„ daß der Truppen-übungsplatz Döllersheim in seinem Umfange nicht mehr abgeändert wird, wederwird er über seine Grenzen hinaus erweitert, noch wird er verkleinert".76
74 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 39.
75 Brief der Kreisbauernschaft an den Landrat in Zwettl, 16. 3. 1939, Zl. I.B.1.100/ 39, Ar-chiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 39.
76 Amtsblatt des Landrates in Zwettl, 60. Jg. Nr. 12, 23. März 1939.